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Ingo Malm muss heute seine Arztpraxis in Rudolfstetten räumen

Hier muss Ingo Malm heute raus. sl/archiv

Hier muss Ingo Malm heute raus. sl/archiv

Wenn der Arzt Ingo Malm seine Praxisräume in Rudolfstetten nicht räumt, rückt laut Vermieter Albi Nussbaumer die Polizei an. Malms Gesuch, mit der Praxis sofort nach Berikon umzuziehen, hat der Gemeinderat wegen einer hängigen Einsprache abgelehnt.

Bereits am 12. Februar reichte Ingo Malm beim Gemeinderat Berikon ein Gesuch für eine neue Praxis an der alten Bremgartenstrasse 2 ein.

Gegen das Umnutzungsgesuch des Arztes für die Gewerbeliegenschaft erhob Rechtsanwalt und SVP-Grossrat Jean-Pierre Gallati daraufhin Einsprache.

Weil das Verfahren noch hängig ist, konnte Malm bisher nicht wie vorgesehen nach Berikon umziehen.

Räumung gerichtlich angeordnet

Dies bringt den deutschen Arzt in erhebliche Schwierigkeiten – seine aktuellen Praxisräume in der Bolleri 3 in Rudolfstetten muss Ingo Malm heute Freitag räumen. Sein bisheriger Vermieter, der Zuger Architekt Albi Nussbaumer, hat einen entsprechenden Gerichtsbeschluss erwirkt.

«Herr Malm muss heute die Praxis räumen, der Entscheid des Gerichtes ist definitiv und rechtskräftig», sagt Nussbaumer.

Sollte Malm der Aufforderung nicht nachkommen, werde die Räumung polizeilich vollzogen, ergänzt er.

Laut einem Protokollauszug des Gemeinderats Berikon, welcher der Aargauer Zeitung vorliegt, hat Ingo Malm am 5. Juni den Antrag gestellt, den Betrieb seiner Praxis am neuen Standort sofort zu bewilligen.

Malm begründete dies damit, dass er die Räume in Rudolfstetten am 14. Juni definitiv verlassen müsse und ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden entstehe, wenn er die Praxis nicht weiterführen könne. Zudem ergebe sich dadurch auch ein Problem in der medizinischen Versorgung.

Gemeinderat lehnt Antrag ab

Der Beriker Gemeinderat hat zwar Verständnis für die Argumente, hat Malms Antrag jedoch am Mittwoch abgewiesen.

Er hält fest, das Umnutzungsgesuch sei umstritten und verweist auf eine Einigungsverhandlung zwischen Gallati und Malm, die auf den 18. Juni angesetzt sei.

Weiter schreibt der Beriker Gemeinderat in seinen Erwägungen, er könne nicht «aufgrund unpassender Terminkoordination seitens der Bauherrschaft das Baugesetz umgehen».

Ingo Malm wollte sich auf Anfrage der Aargauer Zeitung nicht zur drohenden Praxisräumung äussern.

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