Jonen

In zwei Jahren sollte das Joner Schulraumproblem gelöst sein

Platzprobleme an der Dorfschule: Das unter Schutz stehende Primarschulhaus Rigi ist zu klein geworden.

Platzprobleme an der Dorfschule: Das unter Schutz stehende Primarschulhaus Rigi ist zu klein geworden.

Der Polit-Talk des Gemeinderats mit einigen Dorfbewohnern stand ganz im Zeichen der Raumbeschaffung für die Primarschule. Nicht zur Diskussion stand jedoch ein Anbau ans Schulgebäude.

Gemeinderat und Schulpflege Jonen stehen zeitlich unter Druck. In zwei Jahren, im August 2014, muss die Primarschule ein Drittel mehr Schulraum haben als heute. Auf welche Art und wo genau man die zusätzlichen Klassen- und Gruppenräume schaffen will, ist noch nicht bekannt. Fest hingegen steht, dass kein Anbau beim Primarschulhaus Rigi realisiert werden kann. Dieses Schulhaus steht unter Denkmalschutz.

Leichtbau oder Massivbau?

Wie die Gemeindebehörde an einem Polit-Talk in Anwesenheit von knapp zwei Dutzend Dorfbewohnern erläuterte, sind die Abklärungen zur Realisierung der benötigten Schulräume nicht abgeschlossen. Folglich liegen noch keine detaillierten Grundlagen auf dem Tisch. Gänzlich im luftleeren Raum steht die Gemeindebehörde indes nicht. «Im Fokus», sagte Vizeammann und Ressortvorsteher Jürg Rüttimann, «sind zwei Lösungsvarianten: die eine Variante in Leichtbauweise mit Fertigelementen aus Holz, die andere in Form eines massiven Neubaus aus Beton und Stahl.»

Bevorzugter Standort der Leichtbaulösung ist die Sportwiese vis-à-vis dem Gemeindehaus Jonen. Als Neubau-Standort kommt der Platz der alten Turnhalle Rigi infrage, die abgebrochen werden müsste.

Überbrückung bahnt sich an

Nebst dem ausstehenden Vorentscheid der Gemeindebehörde fehlen selbstredend auch Beschlüsse von Gemeindeversammlungen zur Schulraumbeschaffung. Zudem wird die eigentliche Realisierung Zeit verschlingen, sodass es einem kleinen Wunder gleichkäme, wenn die Schulraumlösung in zwei Jahren verwirklicht sein sollte. Voraussichtlich wird es eine ein- bis zweijährige Überbrückungsregelung geben müssen, ehe das Raumproblem der Primarschule definitiv gelöst sein wird. Eine auf der Hand liegende Überbrückungsmöglichkeit ist die vorübergehende Einquartierung von Primarschülern in den benachbarten Schulgebäuden der Kreisschule.

Mehr Platz braucht die Primarschule nicht nur wegen der Umstellung von 5 auf 6 Jahre Primar, sondern auch weil die Zahl der Joner Primarschüler ständig leicht steigt.

Massivbau aufwendiger

Am Polit-Talk wurde betont, dass der zeitliche und finanzielle Aufwand bei einem Massivbau klar höher ausfalle als bei einer Leichtbaulösung. Im Klartext: Ein Massivbau kostet mehr und dessen Erstellung dauert viel länger. Hinzu kommt, dass die Planung eines Massivbaus anstelle der alten Turnhalle einen Architekturwettbewerb auslösen würde, was ebenfalls Zeit kostet.

Ein Vorteil des Massivbaus ist die jahrzehntelange Dauerhaftigkeit. Beim Leichtbau beträgt die Lebensdauer laut Fachleuten vergleichsweise bescheidene 15 bis 20 Jahre.

Abstimmung zur Blockzeit

Wie Schulpflegepräsident Markus Meyer ausführte, wird hinter den Kulissen an der Einführung eines Blockzeitenmodells für die Schule Jonen gearbeitet. Ende Oktober finde eine Informationsveranstaltung für alle interessierten Dorfbewohner statt. Zur Abstimmung gelangt das Joner Blockzeitenmodell an der Gemeindeversammlung vom 12. November. Die Blockzeiten sollen ab August 2013 gelten.

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