Schule

In Villmergen ensteht ein neues Schulzimmer unter den Eichen

Wo das zukünftige Mittelstufenzentrum Mühlematten stehen soll, grenzte bisher eine grosse Wiese an die umstehenden Wohnhäuser. Seit gestern ist das anders.

Drei Schulklassen haben junge Bäume und Sträucher gepflanzt, um so einen lebendigen Trenngürtel, der auch als Sicht- und Lärmschutz dienen soll, zu errichten.

Für die Natur und die Schüler

Die Idee dahinter stammt von der Gemeinde. «Wir verfolgen damit drei Ziele», erklärt Bauverwalter André Zehnder. «Einerseits soll eine optische Abschirmung zwischen den Häusern und der Schule entstehen. Andererseits wollen wir der Natur, die überall verbaut wird, etwas zurück geben.» Die Landschaftsarchitekten haben darauf geachtet, nur einheimische Bäume und Sträucher zu verwenden. Zudem entstehen durch verschiedenartige Böden und einen kleinen Teich viele Lebensräume für Tiere und Pflanzen.

Hotel für Igel und Fledermäuse

«Unser drittes Ziel ist die Bildung der Schüler und auch der Bevölkerung», führt Zehnder aus. So sollen durch das angelegte Kleintierhotel nicht nur Wildbienen, sondern auch Fledermäuse, Igel, Marder und Insekten dazu eingeladen werden, sich in Schulhausnähe niederzulassen. «Die Schüler können dadurch viel über einheimische Pflanzen und Tiere lernen», so Zehnder.

Um dies zu unterstützen, wurde gar ein kleines Freiluftschulzimmer unter vier Eichen angelegt. Und damit sich die Schüler von Anfang an mit den Hecken verbunden fühlen, durften sie gestern beim Bepflanzen helfen. «Als wir von der Gemeinde angefragt wurden, waren wir sofort begeistert», erinnert sich Florian Lusser, der als Klassenlehrer mit anpackt.

Schüler helfen kräftig mit

«Auch den Schülern gefällt diese Arbeit sehr», sagt Lusser. Das bestätigen diese lautstark. «Die Landschaft neben dem Schulhaus wird viel schöner, als wenn hier nur Gras wachsen würde», findet Arlinda (12). Nico (11) ergänzt: «Wir merken uns, welche Bäume wir gepflanzt haben. Ich bin gespannt, wie gross die werden.» Und auch der Umweltschutz ist ihnen wichtig. «Wir können der Natur einmal was zurück geben, darum macht uns die Arbeit noch mehr Spass», sind sich Sabrina (10), Anouk (11) und Sarina (11) einig.

Wiese folgt im Frühjahr

Über den Kredit für die Arbeiten hat der Gemeinderat selbst entschieden. «Das ganze Projekt samt Planung und Ausführung kostet etwa 30000 Franken», so der Bauverwalter. «Ich bin froh, dass der Gemeinderat so schnell darüber entschieden hat, denn jetzt, im November, ist der Zeitpunkt ideal, um die Bäume zu pflanzen.» Insgesamt sind es 22 Laubbäume, sieben Nadelbäume und viele Sträucher. «Im Frühling wird das Ganze dann durch die Aussaat der Wiesen vollendet», weiss Zehnder. Es wird eine Blumenwiese und einen Saumstreifen geben. Zum Abschluss des Alleen-Projektes pflanzen dann Mitglieder des Regionalplanungsverbands einen Elsbeerbaum.

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