Rudolfstetten
In drei Schritten zum Ausbau der Schule

2018 soll die Erweiterung der Dorfschule vollzogen sein. Anpassungen des Bauzonenplanes und des Gestaltungsplans «Dorfplatz» sind Puzzleteile des eingeleiteten Ausbaus der Schulanlage.

Lukas Schumacher
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Die Raumreserve der Schulanlage ist erschöpft, die Dorfschule ausgebucht.

Die Raumreserve der Schulanlage ist erschöpft, die Dorfschule ausgebucht.

Lukas Schumacher

In der 4400 Einwohner zählenden Mutschellengemeinde wächst die Schülerzahl zünftig. Das aktuelle Wachstum und die Umstellung aufs Modell 6/3 konnte die Primarschule zwar dank einer kleinen Raumreserve einigermassen auffangen. Mit jetzt 400 Primarschülern und Kindergärtlern ist die Schule aber praktisch ausgebucht, zudem fehlen Gruppenräume. Laut Schulverantwortlichen zeichnet sich im Jahr 2017 ein Engpass ab, den man voraussichtlich mit einer Zwischenlösung wird beheben müssen.

Im Jahr 2018 – dann beträgt die Zahl der schulpflichtigen Kinder voraussichtlich 450 – muss eine zusätzliche Raumfläche von rund 1000 m2 zur Verfügung stehen. Den ersten Schritt zur Umsetzung des Schulausbaus vollzog die Gemeindeversammlung im Juni 2014. Damals bewilligte sie Schulkreditvorlagen in Höhe von 1,9 Mio. Franken.

Umzonungsübung angelaufen

Der zweite Schritt im Zusammenhang mit der Schulraumvergrösserung ist eine planungstechnische Angelegenheit, die soeben anlief. Sowohl der Bauzonenplan in der Nähe der Schulanlage als auch der Gestaltungsplan «Dorfplatz» bedürfen Anpassungen. Grund: Die Liegenschaft des einstigen Postlokals Rudolfstetten wird dem Schulgelände zugeschlagen. Durch den Einbau eines Kindergartens im Erdgeschoss ist die ehemalige Post faktisch schon vor einem halben Jahr Teil der Schulerweiterung geworden. Die Umzonung wird nun planungsrechtlich vollzogen, indem man das einstige Postgebäude aus der Kernzone Dorf (KD) herauslöst und es in die Zone für öffentliche Bauten und Anlagen (OeB) umteilt. Die Entwürfe zur Umzonung liegen noch bis zum 10. Februar im Gemeindehaus zur Einsichtnahme öffentlich auf, gleichzeitig läuft das Mitwirkungsverfahren. Der Kanton hat der Umzonung grünes Licht erteilt. Dies ohne Vorbehalte, wie im kantonalen Vorprüfungsbericht nachzulesen ist.

Einheimische kommen zum Zug

Der dritte, letzte und entscheidende Schritt der Schulerweiterung folgt an der Gemeindeversammlung vom 6. November 2015. Dann stimmen die Dorfbewohner über die Aus- und Erweiterungsbauten zu Gesamtkosten von voraussichtlich 4 bis 4,5 Mio. Franken ab. Mit der Detailprojektierung des Ausbaus betraute der Gemeinderat Rudolfstetten zwei einheimische Architekturbüros: das Büro von Markus Ackermann und das Büro von Christian Füglistaller/Othmar Brem.