OK-Präsident Roland Hochstrasser erklärt das diesjährige Motto: «Als sich das Finden eines geeigneten Themas als ziemlich schwierig herausstellte, sagte jemand in die Runde: ‹Jetzt laufen wir langsam auf den Felgen.› Wir empfanden das als passendes Motto.»

Hand in Hand mit Hübelschränzern

Seit dem letzten Mai trifft sich das OK wöchentlich, um den Umzug vorzubereiten. Nun sind fast alle Vorkehrungen getroffen, Hochstrasser freut sich jetzt noch auf den Schlussspurt. Erstmals arbeitet die Rüebli-Zunft in diesem Jahr eng mit den Hübelschränzern Dottikon zusammen. «Für uns alleine ist der Aufwand für den Umzug zu gross geworden. Deshalb arbeiten wir jetzt Hand in Hand mit der Guggenmusik.» Diese Zusammenarbeit laufe sehr gut, so Hochstrasser.

Keine Schulklassen dabei

Was den Dottiker Fasnachtsumzug ausmacht, ist für ihn klar: «Die Abwechslung. Wir bieten den Zuschauern ein Programm, das nie langweilig wird. Wir achten darauf, dass nicht zweimal hintereinander eine Guggenmusik kommt, sondern dass sich Wagen, Guggen und übrige Masken schön abwechseln. Deshalb sind wir so beliebt.»

Der einzige Wermutstropfen sei, dass in diesem Jahr keine Schulklassen und Kindergärtler am Fasnachtsumzug mitlaufen. «Das ist sehr schade», findet Hochstrasser. Er freut sich aber, dass trotzdem einige Kindergruppen dabei sind. «Das ist schön für das Gesamtbild.» Auch am Strassenrand sind viele verkleidete Kinder zu erwarten.

«Die Leute kommen gerne zu uns»

Im Ganzen sind rund 100 Helfer im Einsatz. Sie stellen die Gruppen an die richtige Position, verkaufen Abzeichen und sind für die Verpflegung oder für die Verkehrssicherheit zuständig.

Der Umzug startet um 14 Uhr beim Bahnhof Dottikon. Dann gehen die rund 1400 Teilnehmer innert zwei Stunden die Bahnhof-, Mitteldorf- und Hendschikerstrasse entlang, bis sie bei der Schulanlage Risi ankommen. Alle Zufahrtsstrassen sind ab 13 Uhr gesperrt, während des Umzugs fährt auch das Postauto nicht. Auf zwei Bühnen beim Risi treten im Anschluss verschiedene Guggenmusiken auf. Dort können die Umzugsteilnehmer zudem etwas essen. «Die Leute kommen gerne zu uns. Deshalb sind wir so ein grosser Umzug», erklärt Hochstrasser. Doch nicht nur die Teilnehmer, sondern auch die Zuschauer kämen gerne: «Heute ist jeder im Beruf gestresst. Da tut es gut, einmal herzhaft zu lachen und für einmal einfach nur zu konsumieren.»