«Beinwil im Freiamt, eine Gemeinde mit Natur, Kultur und grossem Erholungswert, ein Dorf mit Gesicht, ein Wohnort und eine Heimat für alle. In der lokalen Mundart sagen wir ‹Beuel›. Bei uns lässt es sich leben.» Mit diesen Worten leitet Erhard Huwyler in den neuen Image-Film des Dorfes ein. Er muss es wissen, denn er war von 1973 bis 2017 total 44 Jahre lang Gemeindeschreiber von Beinwil.

Das war auch der Grund, weshalb er als Sprecher des gut 10-minütigen Streifens ausgewählt wurde. «Wir fanden, das wäre ein schöner Abschluss für seine langjährige Tätigkeit für die Gemeinde», hält Gemeindeammann Albert Betschart fest.

Er selber ist begeistert von dem Film, der, so darf er sagen, seine Idee gewesen ist. «Ich fand, man sollte den Leuten, die sich vorstellen könnten, in eine ländlichere Gegend zu ziehen, einmal zeigen, was Beuel alles zu bieten hat. Die Landschaft, die Schule im Dorf, aber auch das lokale Gewerbe und die Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf: Bei uns gibt es alles, was man zum Leben braucht», schwärmt der Ammann. Einzig die Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist in den Weilern schwierig. «Für die Schüler haben wir eine Lösung. Wir finden uns zurecht», fasst er zusammen.

10'000 Franken fürs Image

Die Idee hatte der Gemeindeammann vor rund 1,5 Jahren. Sie sei auch bei der Bevölkerung und bei seinen Gemeinderatskollegen sehr gut angekommen. «Natürlich ist ein solcher Film nicht gratis. Der Gemeinderat hat ein Budget von 10'000 Franken beschlossen und es ordentlich im Budget absegnen lassen.»

Danach habe vor allem er selbst die Filmemacher von der AV+PG AG aus Oberrohrdorf begleitet, wenn sie zum Filmen kamen. Sie waren nicht nur an der Viehschau und an den Etappen der Tour de Suisse mit dabei, als diese im vergangenen Jahr durch Beinwil führten, sondern besuchten auch die Schule, filmten in den Wirtshäusern und in den Gewerbebetrieben und liessen bei verschiedenstem Wetter die Drohne steigen, um das Dorfleben von oben zu zeigen.

Aber hat es Beinwil denn so nötig, neue Einwohner anzuwerben? «Nein, das haben wir nicht», sagt der Ammann. «Es entstehen derzeit Wohnungen und Häuser im Gebiet Steinmatt und Chriesimatt für 200 bis 250 neue Einwohner. Dort sind aber einige schon verkauft, und auch bei denen, die noch im Bau sind, sollten wir wenig Probleme haben.»

Ihm ist wichtig, zu sagen: «Der Film muss sich nicht sofort lohnen, er darf auch einfach ein schönes Porträt der Gemeinde sein, das man auch in einigen Jahren noch anschauen kann. Man erkennt, wie viel diese kleine Gemeinde am Lindenberg zu bieten hat. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, das jetzt seit zwei Tagen auf unserer Website anzuschauen ist.»

Auf der Video-Tour «durch unsere charmante Gemeinde» führt Erhard Huwyler durch das ganze bunte, vielfältige Dorfleben. «So lange es Leute gibt, die bereit sind, mit Herz, Gefühl und Verstand Verantwortung für eine lebensfrohe Gemeinschaft zu übernehmen, so lange wird Beuel als eigenständige Gemeinde bestehen bleiben», schliesst er selbstbewusst ab. «In diesem Sinne: Viva Beuel!»