Mit dem Bauprojekt «Reussgasse 22 bis 30» kommt Veränderung in das Wohngebiet um den Hexenturm in der Bremgarter Unterstadt. Doch es war ein langer Weg, bis das neue Projekt zur Prüfung bei der Altstadt- und Baukommission eingereicht werden konnte.

Denn gegen einen ersten Projektvorschlag reichten die Anwohner vor mehreren Jahren erfolgreich Beschwerde ein. «Die damals geplante Überbauung war den Anrainern zu gross, der neu eingereichte Vorschlag sieht ein kleineres Projekt vor», weiss Stefano Righetti, Bereichsleiter Tiefbau bei der Bauverwaltung Bremgarten. Dort ist man zuversichtlich, dass das neue Projekt nun gutgeheissen werden kann.

Mit den Strassenumbauten im Augraben, der Ersetzung der alten Werkleitungen und dem Beginn der Neupflästerung der Friedhofstrasse hat die Stadt Bremgarten ihren Beitrag zum geplanten Bauprojekt in der Unterstadt erfüllt.

Fünf Häuser für fünf Millionen

Die Pläne der Baufirma Pawefa AG beinhalten fünf Reiheneinfamilienhäuser mit jeweils sieben Zimmern und einer Gesamtwohnfläche von je rund 220 Quadratmetern. Weiter ist ein grosser Carport mit neun Abstellplätzen geplant. Während die Zufahrt zu den Parkplätzen vom Augraben her erfolgen soll, befinden sich die Hauseingänge entlang der Reussgasse. Auf eine Unterkellerung der neuen Reihenhäuser beim Hexenturm will die Baufirma verzichten.

Im Falle von Hochwasser sollen mobile Dammbalken die Reussgasse abriegeln und die leicht erhöhten Hauseingänge vor Wasserschäden schützen. Auch eine Sanierung des Entwässerungssystems rund um den Hexenturm ist im Bauprojekt enthalten. Die Kosten für die neue Überbauung sollen ohne Grundstückskosten rund fünf Millionen Franken betragen.

Hexenturm in neuem Licht

Damit die Bauarbeiten in der Unterstadt beginnen können, sollen im Frühling die Nebengebäude der alten Kartonfabrik abgerissen werden. Nach einer Bauzeit von eineinhalb Jahren sollen die neuen Reihenhäuser die Grenze zur Bremgarter Altstadt markieren. Mit dem Verschwinden der alten Fabrikationsgebäude der Kartonfabrik soll auch der historische Hexenturm wieder klarer im Stadtbild auffallen.

Laut der Baufirma Pawefa AG werden die einzelnen Häuser der Reihensiedlung nach Abschluss der Bauarbeiten verkauft. Vier der fünf Wohneinheiten verfügen im Eingangsbereich jeweils über einen Keller und einen Hobbyraum.

Im ersten Obergeschoss befinden sich Wohn- und Esszimmer. Schlafzimmer und Bad sind im zweiten Obergeschoss untergebracht. Auch ein grosszügiger Ausbau der Dachgeschosse ist geplant. Auf der Rückseite der Überbauung sehen die Pläne Gartensitzplätze, Balkone und Rasenflächen für alle Häuser vor. Das fünfte Haus der Überbauung soll sich durch ein grosses Atelier im Erdgeschoss von den anderen Häusern unterscheiden.