Fragt man Andrea Lehner, Geschäftsführerin von Aargau Tourismus, nach dem Lieblingsweg ihrer Kinder (7 und 9 Jahre alt), so muss sie nicht lange überlegen: «Unsere Kinder wandern am liebsten der Reuss entlang.» Und das zwischen Bremgarten und Stetten.

Nicht nur, weil dort der Uferweg meist sehr nah den Fluss entlang führt und man deshalb öfters die Füsse ins Wasser baumeln lassen kann, sondern vor allem auch, weil schon bei Bremgarten das erste Spektakel wartet. Dort nämlich können bei genügend hohem Wasserstand Surfer auf der «stehenden Welle» in der Reuss beobachtet werden. Der nächste Höhepunkt muss aber erst erwandert werden. «Die Fähre in Sulz», sagt Lehner, «lassen sich unsere Kinder in der Regel auch nicht entgehen.»

Unterwegs Attraktionen

Ganz allgemein, sagt Lehner, achte sie darauf, wenn sie mit ihren Kindern wandere, dass der Weg durch den Wald führe oder am Wasser entlang. Ideal sei es, wenn unterwegs weitere Attraktionen warten. Etwa Informationstafeln, ein Spielplatz oder Skulpturen. Darauf habe man auch bei den fünf Wanderungen in der zweiten Woche, der Familienwoche geachtet. Der Wasserspielplatz im Murimoos, der Tierpark Waltenschwil oder der Freiämter Sagenweg – stets stehe der Spass für Kinder im Zentrum. «Ausserdem achteten wir auf kurze Distanzen, selbst die längste über 10 Kilometer ist für 6-Jährige gut zu bewältigen», sagt Lehner. Zudem seien bei diesen Touren kaum Steigungen vorgesehen.

Wenn Kinder allerdings in einer Gruppe wandern, so lassen sie sich auch von Steigungen kaum abschrecken. Lehner berichtet von ihrem Schlüsselerlebnis mit ihrer jüngeren Tochter. Die war gerade mal vier Jahre alt, als Lehners im Appenzell mit Freunden 500 Höhenmeter überwinden wollten. «Das Mädchen lief wie ein Ührchen», sagt sie. Sie hätten die ganze Zeit mit ihr geplaudert, ihr Sachen gezeigt. Natürlich habe auch die Gruppendynamik gespielt: Kinder spornen sich gegenseitig an und springen und hüpfen zum Ziel. Das Ziel kann dann schon mal – wenn die Verpflegung auch sonst bevorzugt aus dem Rucksack kommt – ein Glacé im Restaurant sein. «Nach dieser Bergtour jedenfalls», sagt Andrea Lehner, «wussten wir, dass wir auch unsere kleinere Tochter auf Wanderungen mitnehmen können.»

Freizeit per Velo oder zu Fuss

Nicht ganz unwichtig für Lehners. Denn in ihrer Freizeit sind sie häufig zu Fuss oder auf dem Velo anzutreffen. Auch in diesen Sommerferien sind Ausflüge geplant. Zweitägige mit Übernachtung im Aargau. Einmal eine Velotour, einmal eine Wanderung.

Bei Schlechtwetter würde die Familie allerdings auf den Besuch von Museen ausweichen. Auch das ist einfach im Aargau. Bei der Familie Lehner würde in diesem Fall das Naturama in Aarau auf dem Programm stehen und ein Besuch bei Fauchi im Schloss Lenzburg.