Die turbulenten Zeiten im Gemeindeverband Regionale Alterszentren scheinen vorbei zu sein. In den beiden Häusern Bremgarten und Widen zeichnet sich eine wohltuende Entspannung ab. Bewohner und Mitarbeitende sprechen von einer «angenehmen Klimaveränderung».

Die Änderung der Grosswetterlage bewirkte das vierköpfige neue Leitungsteam: Geschäftsführer Hans-Peter Eckstein, Pflegedienstleiterin Brigitte Weibel, Jrene Häuselmann als Verantwortliche für Hotellerie/Hauswirtschaft und Andreas Schweiger.

Restaurants und neues Konzept

Organisatorisch, personell und innerbetrieblich hat das seit vier Monaten verantwortliche neue Team einige Weichen anders gestellt. Die Cafeterias der Alterszentren sollen zu Restaurantbetrieben ausgebaut werden. Auch Mittagstisch-Angebote für Schulen und für auswärts wohnende Senioren sind vorgesehen. Erweitert werden die Aktivierungsangebote der Bewohner, unter anderem mit Kochen und Seidenmalen.

Für die Freiwilligenarbeit hat man ein neues Konzept entworfen. Mit freiwilligen Helferinnen und Helfern, die regelmässig Besuche, Spaziergänge mit den Bewohnern und andere gute Dienste in den Alterszentren leisten, sollen fortan Vereinbarungen unterzeichnet werden. Bei der Pflege und Betreuung wurden die vielen unterschiedlichen Dienstzeiten und die Schichtbetriebe der Mitarbeitenden halbiert. Im Januar 2015 wird in der Pflege vom Tarifsystem Besa aufs Bedarfserfassungsinstrument Rai/Rug umgestellt, was höhere Beiträge der Krankenversicherer zugunsten der Alterszentren bewirkt.

Bernadette Sutter für Gabi Bereuter

Gabi Bereuter aus Zufikon, die Präsidentin des Gemeindeverbands Alterszentren, trat an der Abgeordnetenversammlung in Widen zurück. Aus familiären Gründen konnte sie nicht an der Tagung teilnehmen. Neu in den Vorstand wählten die Abgeordneten Stadträtin Bernadette Sutter aus Bremgarten. Das Präsidium wird erst im nächsten Jahr neu besetzt. Gemeindeammann Roger Cébe aus Unterlunkhofen, der Vizepräsident und designierte neue Präsident, leitete die Versammlung in Widen.

Sanierungsprojekt folgt 2014

Cébe zeigte sich zuversichtlich. Die neue Führungscrew mache einen guten Job, und bei der Sanierung des Finanzhaushalts sei man auf dem richtigen Weg. Betreffend Alterszentrum Bärenmatt in Bremgarten liege noch kein spruchreifes Projekt vor. «Es wird sicher keinen Abbruch mit Neubau geben», sagte Cébe, «sondern ein grosses Sanierungsprojekt.« Das Vorhaben werde im Frühjahr 2014 vorangetrieben, eine Baukommission werde eingesetzt. Auch die künftige Rechtsform des Verbands Alterszentren mit den 11 Gemeinden wird 2014 ein wichtiges Thema sein. Im Fokus steht die Gründung einer Aktiengesellschaft.