Bremgarten
In Bremgarten gehen täglich 81 Personen in die Stadtbibliothek

Die Stadt- und Regionalbibliothek Bremgarten, Kultur- und Begegnungsstätte im Zeughaussaalgebäude, wird geschätzt und gut frequentiert. Insgesamt suchten im letzten Jahr 24'210 Personen die Bibliothek auf.

Lukas Schumacher
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Stattliches Angebot für Jüngere und Ältere auf zwei Etagen. SL

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Die Stadt- und Regionalbibliothek Bremgarten meldet einige erfreuliche Zahlen. Letztes Jahr verzeichnete sie zum dritten Mal in Folge über 70'000 Ausleihen. Dank einem neu montierten Besucherzähler hat man auch feststellen können, wie viele Leute 2012 die Bibliothek aufsuchten: 24'210.

Macht im Schnitt täglich 81 Personen. Diese eindrückliche Zahl belegt die Bedeutung der Kultur- und Begegnungsstätte im Zeughaussaalgebäude.

Leichter Mitgliederschwund

Eingerechnet in den täglich 81 Personen, welche die von Montag bis Samstag geöffnete Bibliothek betreten, sind Besucher von Veranstaltungen und Führungen in der Bibliothek sowie Leute, die hier Zeitschriften lesen, andere Leute treffen oder sich eine kurze Auszeit gönnen.

Eingerechnet sind selbstverständlich auch die regelmässigen Kunden, die Ausleihen tätigen. Bei diesen registrierten Benutzern musste die Stadtbibliothek, im Gleichschritt mit anderen grösseren Bibliotheken, einen Rückgang von 5 Prozent hinnehmen.

Stadtbibliothek Digitale Ausleihe und 34 Gemeinden

Die digitale Ausleihe kommt bald: 2014 wird man bei der Stadtbibliothek Bremgarten gegen eine Gebühr Bücher online auf den Reader, das Tablet oder den PC laden können. Die Stadtbibliothek schliesst sich dem digitalen Verbund an, der im Kanton Aargau auf- und ausgebaut wird. Dass die Stadtbibliothek die Zusatzbezeichnung «Regionalbibliothek» zurecht trägt, belegt der Wohnort der registrierten Benützerinnen und Benützer, die einen Ausweis besitzen. Jede(r) zweite wohnt nicht im Reussstädtchen Bremgarten, sondern in einer von total 34 Gemeinden der näheren und weiteren Umgebung. Zufikon mit 148 Personen, Oberlunkhofen mit 110 und Hermetschwil-Staffeln mit 105 Personen führen dieses kleine Gemeinderanking an. Rolf Brüderlin, das verstorbene ehemalige Stiftungsratsmitglied, hat der Stadtbibliothek aus seinem Nachlass nicht nur einige Bilder namhafter Schweizer Künstler geschenkt, sondern auch 26 400 Franken. Das Geld wird für kleinere Investitionen eingesetzt. (sl)

2011 waren 1755 aktive Benutzer gezählt worden, 2012 nurmehr 1669.

Elektronik und steile Treppe

Woher rührt der Mitgliederschwund? «Ein Grund ist das veränderte Konsumverhalten», vermutet Bibliotheksleiterin Ursula Vanal, «dank der Elektronik kann man heute vielerorts zügig und unkompliziert fast alles Mögliche downloaden.

Die Bibliothek muss dafür nicht aufgesucht werden.» Ein zweiter Grund sei wohl die lange, steile Treppe hinauf zur Stadtbibliothek Bremgarten, die ein Hindernis für Kleinkinder, für ältere und gehbehinderte Leute darstelle.

Laut Stadträtin Monika Briner, die dem Stiftungsrat der Bibliothek vorsteht, will die Ortsbürgergemeinde als Besitzerin des Gebäudes bald einen Personenlift einbauen lassen.

Ein Projekt befinde sich zurzeit bei der kantonalen Denkmalpflege zur Überprüfung. Briner hofft, dass die Ortsbürgergemeindeversammlung Ende 2013 einen Projektierungskredit sprechen kann und 2014 dann auch den Baukredit.

Gut bestückt: 15'281 Medien

Der Bestand der Bibliothek darf sich mit 15'281 Medien, davon 13'167 Printerzeugnissen (Bücher, Zeitschriften) sowie 2114 Nonbooks (CD-ROMs, Hörbücher, Filme, Gesellschaftsspiele) sehen lassen.

Beachtlich auch die Umsetzung. Bei den Nonbooks wurden 17'000 Ausleihen registriert, jedes Nonbook wurde 8 Mal verlangt respektive umgesetzt. Bei den Printmedien lag der Umsetzungsfaktor bei 4,1 je Exemplar.

Blick auf die Finanzen der Stadtbibliothek: Bei Gesamteinnahmen von 204'000 Franken resultierte in der Betriebsrechnung 2012 ein kleines Defizit von rund 3900 Franken. Hauptsponsorin der Bibliothek ist die Ortsbürgergemeinde Bremgarten.

Sie überweist einen Jahresbeitrag von 38'000 Franken und verzichtet auf Mietzinseinnahmen im Umfang von 24'000 Franken. Auch namhafte Beiträge der Einwohnergemeinde, der katholischen Kirchgemeinde und der Schulgemeinde Bremgarten finanzieren den Kulturbetrieb mit.

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