Muri
Impulsgruppe hat bereits 18000 Franken gesammelt

Seit ihrem Start hat die Impulsgruppe der Pfarrei Muri in eineinhalb Jahren für das Hilfswerk «Una Terra, una Familia» knapp 18 000 Franken gesammelt.

Eddy Schambron
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Nicht nur über Ricardo-Auktionen, sondern auch über Flohmärkte wie hier in Muri verkauft die Impulsgruppe Artikel zugunsten des Hilfswerks

Nicht nur über Ricardo-Auktionen, sondern auch über Flohmärkte wie hier in Muri verkauft die Impulsgruppe Artikel zugunsten des Hilfswerks

zvg

Seit ihrem Start hat die Impulsgruppe der Pfarrei Muri in eineinhalb Jahren für das Hilfswerk «Una Terra, una Familia» knapp 18000 Franken gesammelt. Als überaus erfolgreiche Aktion stellt sich der Verkauf von nicht mehr gebrauchten Gegenständen über die Online-Auktionsplattform Ricardo heraus. So wurden knapp 14000 Franken hereingeholt. «Jeder gespendete Franken fliesst in das Hilfswerk», betont Barbara Winkler von der Gruppe.

Verkaufen statt wegwerfen

Die Idee ist einfach: Wer nicht mehr gebrauchte Gegenstände loswerden will, stellt sie für das Hilfswerk «Una Terra, una Familia» zur Verfügung. Barbara Winkler versucht sie, online zu verkaufen. Der Erlös fliesst vollumfänglich dem Hilfswerk zu. «Sogar die Auktionsgebühren sind gesponsert, und zwar von einer Murianer Firma», sagt Winkler. So kamen bisher fast 14000 Franken zusammen. Verkauft wurden so unterschiedliche Dinge wie ein Gefrierschrank oder ein Hometrainer, 27 Alben Weinetiketten oder eine Sammlung Fasnachtsplaketten, eine Märklin-Eisenbahn oder eine Palette Verbundsteine, insgesamt bis heute 331 Artikel.

Manila Vocal Ensemble singt in der Kirche

Auf Einladung der Impulsgruppe «Una Terra Una Familia» macht das Manila Vocal Ensemble auf seiner Europatournee auch in Muri Halt. Es wird an zwei Gottesdiensten am Wochenende (Samstag, 9. Juni, 16.30 Uhr, Sonntag, 10. Juni, 10 Uhr, Pfarrkirche) mitwirken. Der Gottesdienst in der Spitalkapelle entfällt. Das Manila Vocal Ensemble besteht aus rund 10 Mitgliedern, die ihren Gesang geschickt mit philippinischen Rhythmus- und Klanginstrumenten begleiten. Ziel des Chores ist es, den Menschen die philippinische Kultur und Lebensfreude musikalisch näherzubringen und die Botschaft des Friedens zu vermitteln. Mit der Kollekte ermöglichen sich die jährlich wechselnden Mitglieder ihre Aus- und Weiterbildungen in ihrem Heimatland. Weitere Informationen: www.manilavocalensemble.ch. (AZ)

«Die positive Bilanz wird durch viele interessante Begegnungen mit Anbieter und Käufern zusätzlich aufgewertet», unterstreicht Winkler. Mit den kleineren angebotenen Gegenständen werden Flohmarktstände betrieben. Diese Gelegenheit wird auch gleich genutzt, das kleine Hilfswerk bekannt zu machen. Weitere 4000 Franken stammen aus diesen Flohmärkten, Sammelglas-Aktionen oder den Verkauf von Kondolenzkarten.

Freiämter engagieren sich

Gegründet wurde das Hilfswerk 1995 im Kanton Thurgau. Nachdem der Murianer Pfarrer Urs Elsener 2008 im Vorstand die Nachfolge des Hilfswerkgründers Werner Franz Probst als geistlicher Begleiter übernommen hat, bildete sich im Pfarreirat Muri eine Impulsgruppe, die sich für die Anliegen des Werkes auch im Freiamt engagiert. Inzwischen haben mit René Fröhlich als Sekretär und Daniel Räber als Kassier zwei weitere Murianer im Hilfswerkvorstand Einsitz genommen. Der Impulsgruppe gehören Paula Studer, Neide Ulrich, Martin Köchli, Urs Elsener, René Fröhlich und Barbara Winkler an.

Die Mitglieder der Gruppe hoffen, dass das Hilfswerk auch nach dem Weggang von Pfarrer Urs Elsener in der Region die nötige Aufmerksamkeit behält und weiterhin auf die grosszügige Unterstützung der Menschen sowie der Pfarrei Muri hoffen darf. Das Hilfswerk unterstützt auf den Philippinen unter anderem zwei Spitäler und eine Schule, ebenso Projekte in Brasilien und Haiti sowie neu in Tansania, wo sich eine Schule vor allem behinderter Kinder annimmt und auch den in Schwarzafrika an Leib und Leben sehr gefährdeten Albino-Kindern Sicherheit bietet.

Mit Freude sieht Margrith Lengg-Brotzer, Präsidentin und Mitgründerin, die Entwicklung des Hilfswerkes. «Klein, aber mit grossem Gottvertrauen haben wir vor 17 Jahren angefangen. Heute dürfen wir auf die Hilfe von 800 Spenderinnen und Spendern zählen.» Dank ihnen habe viel Leid gemildert und einer grossen Zahl Kindern zu einer besseren Zukunft verholfen werden können.

Weitere Informationen: www.utuf.ch; Barbara Winkler, Muri, Tel. 079 574 12 48 (nachmittags und abends).