Ist der Krieg ausgebrochen? Auf dem Casino-Parkplatz stehen unzählige Militärlastwagen und Hunderte von Soldaten und auf dem benachbarten Parkplatz Badstrasse sind zwei Kommunikationspanzer aufgestellt. In der Mitte hängt eine Schweizerflagge über einem Rednerpult. Gott sei Dank – kein Krieg, sondern WK-Beginn des Richtstrahl Bataillons 17. Rund 600 Soldaten, Offiziere, Polizisten und Zivilisten hatten sich zur Standarten-Übernahme eingefunden. Wie jedes Mal zum Start des WKs wurde auch dieses Jahr eine solche veranstaltet.

Zweck: Die Armee will die Bevölkerung darüber informieren, welche Aufgaben die WK-Truppen während ihres Aufenthaltes in der Region haben.

Grosser Aufmarsch

Mit militärischer Pünktlichkeit begrüsste exakt zum Glockenschlag um 7 Uhr der Kommandant des Richtstrahl Bataillons 17, Oberstleutnant Stefan Lenz, die in der Morgendämmerung wartenden Männer und Frauen. Die Züge der verschiedenen Kompanien schritten zu Marschmusik in Formation auf den Platz. Lenz erläuterte: «Das Richtstrahl Bataillon 17 testet während dem WK eine von Armasuisse entwickelte, neue Kommunikationssoftware auf Herz und Nieren.» Es gelte, die Fehler zu finden, damit sie für einen späteren Einsatzgebrauch verbessert und ausgemerzt werden können.

Brigadier Bernhard Bütler, Kommandant Führungsunterstützungsbrigade 41, referierte: «Wir sind ein unauffälliges aber effizientes Bataillon. Bei uns knallt es nicht und es gibt keinen Panzerlärm. Aber ohne uns geht es nicht.» Weiter sagt er: «Das im WK Erlernte muss im Ernstfall beherrscht werden.» Deshalb erwarte er, dass die geforderten Aufgaben seriös und mit höchster Disziplin durchgeführt würden.

Stadtammann Raymond Tellenbach ist erfreut über die Anwesenheit des Militärs in Bremgarten. Ausser dem momentan aktuellen Stadtratswahlkampf sei es momentan zwar ruhig im Städtchen. Dennoch sei die Armee hier gern gesehen. Den Dienstleistenden empfahl er die ruhige und schöne Altstadt für das Feierabendbier.

Zur eigentlichen offiziellen Fahnenübergabe kam es ganz am Schluss. Darauf wurden Zuschauer und Offiziere zum grossen Zmorge-Buffet im Casino geladen. Für die Soldaten gabs ein normales Frühstück in der Kaserne.