Wohlen

Immobilien drücken aufs Portemonnaie – die Katholische Kirchgemeinde stellt Weichen für ihre Zukunft

Die Kirche St. Leonhard in Wohlen. (Archivbild)

Die Kirche St. Leonhard in Wohlen. (Archivbild)

Am Donnerstagabend findet in Wohlen die Kirchgemeindeversammlung statt. Mit den Liegenschaften beschäftigt man sich auch in den Legislaturzielen bis 2022. Auch die Rekrutierung von Mitgliedern der Kirchenpflege sowie das Erstellen eines sogenannten Freiwilligenpools wird angesprochen.

Die Liegenschaften beschäftigen die Verantwortlichen der ­katholischen Kirchgemeinde auch in diesem Jahr. Eben hat man noch die Weichen für die Zukunft des «Chappelehofes» gestellt, als die Hiobsbotschaft eintraf, dass die Pächterin des Restaurants ihren Vertrag kündigt. Das ändert zwar am Vorhaben, dass die Kirchgemeinde und der Verein St.Leonhard juristisch entflechtet und das Gebäude an den Verein zum symbolischen Preis von einem Franken abgetreten werden, nichts. Aber, bevor der Verein das Sanierungskonzept, die Finanzierung und die Zukunft des Vereins geregelt hat, möchte er den Vertrag nicht unterzeichnen.

Gesamtsanierung des Domherr-Meyer-Hauses wird geprüft

Aus diesem Grund beantragt die Kirchgemeinde an ihrer Versammlung, die am Dienstagabend stattfindet, die Trennungsvereinbarung und den Landabtretungsvertrag um ein Jahr zu verschieben.

Mit den Liegenschaften, sprich den Immobilien der Kirchgemeinde, beschäftigt man sich auch in den Legislaturzielen bis 2022. In den kommenden Monaten werde man die Gesamtsanierung des Domherr-Meyer-­Hauses prüfen, heisst es seitens der Kirchenpflege. Nebst den dafür anfallenden Kosten gelte es ausserdem, deren künftige Nutzung und das Ertragspotenzial zu klären. Ebenfalls geprüft wird, ob das Pfarrhelferhaus bei der Kirche saniert und allenfalls einer Umnutzung zugeführt werden soll.

Höherer Aufwand für Unterhalt und Sanierung

Als weiteres Ziel definiert sind zudem die Rekrutierung von Mitgliedern der Kirchenpflege sowie das Erstellen eines sogenannten Freiwilligenpools. Weil viele Arbeiten von den Mitarbeitenden allein nicht mehr erledigt werden können, ist man aktuell auf der Suche nach zusätzlichen ehrenamtlich arbeitenden Pfarreiangehörigen. Dass die Jahresrechnung mit einem leichten Plus schliesst, ist dem etwas höher ausgefallenen Steuerertrag zuzuschreiben. Die prognostizierten Ausgaben wurden leicht überschritten. Dies setzt sich vorwiegend aus dem höheren Aufwand für den Unterhalt und die Sanierung der Liegenschaften zusammen.

Ein Teil der Orgel kann abgeschrieben werden

Das gute Jahresergebnis ermöglicht es der Katholischen Kirche, die eben erst renovierte Orgel zur Hälfte abzuschreiben. Die Kirchenpflege präsentiert ein ausgeglichenes Budget für das Jahr 2021 und beantragt, den Steuerfuss bei 17 Prozent zu belassen. Und das trotz der unsicheren Aussichten darauf, welche Steuererträge das Jahr 2020 bringen wird.

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