Bremgarten
Im Städtchen hat sich ein «Komitee Pro-Hallenbad» formiert

Eine soeben gegründete Interessengemeinschaft setzt sich für die Vollsanierung der Badianlage Bremgarten und den Weiterbetrieb des Hallenbades ein. Die Rede ist von 9.1 Millionen Franken.

Lukas Schumacher
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Angehörige des Komitees «Pro-Hallenbad» vor der Hallenbadfassade (von links): Nadja Schmidlin, Matthias Stäuble, Beat Käppeli, Rebekka Hochstrasser, Rolf Roth, Claudia Mäder, Andy Kempter. zvg

Angehörige des Komitees «Pro-Hallenbad» vor der Hallenbadfassade (von links): Nadja Schmidlin, Matthias Stäuble, Beat Käppeli, Rebekka Hochstrasser, Rolf Roth, Claudia Mäder, Andy Kempter. zvg

Das neue «Komitee Pro-Hallenbad» ist eine breit abgestützte Interessengemeinschaft. Diese setzt sich zusammen aus Mitgliedern des Schwimmklubs Region Bremgarten, der Aqua-Fit-Kurse, des Elternkreises Bremgarten und aus weiteren Bewohnern des Reussstädtchens.

An der Gemeindeversammlung Bremgarten vom 14.Juni wird abgestimmt über eine Badi-Vollsanierungsvariante für 9,1 Millionen Franken, die den Weiterbetrieb des Hallenbades ermöglicht. Das Komitee unterstützt diese Variante. Es spricht sich gegen die ebenfalls zur Diskussion stehende Radikalvariante für 4,3 Mio. Franken aus, die den Abbruch des Hallenbades zur Folge hätte.

«Der 38-jährige Badibetrieb hat tiefe Spuren hinterlassen», hält das Komitee fest, «einige Anlageteile und Apparaturen sind in einem desolaten Zustand.» In diesem Jahr habe man das Hallenbad mehrmals für kurze Zeit schliessen müssen.

Weil die Kreisläufe der technischen Anlagen nicht getrennt seien, sondern ein gemeinsamer Kreislauf fürs Hallenbad und fürs Freibad bestehe, sei «die Gefahr einer Stilllegung beider Bäder nicht mehr auszuschliessen. Daher ist die umfassende Erneuerung der Badanlage Isenlauf dringlich und unumgänglich.»

«Eine erfreuliche Nachricht»

Laut az Aargauer Zeitung vom 1.Juni bescheinigen die Gemeindeammänner der umliegenden Gemeinden dem Hallenbad Bremgarten eine regionale Bedeutung und sind gewillt, sich in ihren Gemeinden einzusetzen für eine finanzielle Mitbeteiligung. «Eine erfreuliche Nachricht und ein wohltuendes Signal aus der Region», schreibt das Komitee in seiner Medienmitteilung.

Bei den Kosten sei ferner festzuhalten, dass der Abbruch des Hallenbades und der Neubau eines Freibadgebäudes rund 4,3 Mio. Franken kosten würden. Da ergebe es Sinn, rund 4,8 Mio. Franken mehr auszulegen und dafür das Hallenbad zu erneuern und weitere 15 bis 20 Jahre zu betreiben. Viele der bisher erbrachten Investitionen in die Badanlage könnten so weiter genutzt werden. Für ein neues, gleichwertiges Hallenbad müsste man aber gut 20 Millionen Franken investieren. Und in 15 bis 20 Jahren winke auch einem neuen Bad eine umfassende technische Sanierung.

«Erholung, Gesundheit, Fitness»

Das Hallenbad dürfe man nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht betrachten, schreibt das Komitee: «Es dient der Erholung, der Gesundheit und Fitness. Zudem ist es ein beliebter Begegnungsort für alle Generationen.» Das Bad werde rege genutzt von Kindern, Jugendlichen, jungen Familien, Sportschwimmern, Senioren, Schulen und zahlreichen Vereinen. Immerhin bringe es das Hallenbad auf 63000 Badegäste im Jahr.

Von Ortsparteien geforderte Rückweisungsanträge zur Badi nahm das Komitee anfänglich mit Erleichterung zur Kenntnis. Das hat sich geändert: «Wir wissen nun, dass eine baldige Stilllegung des Hallen- und des Freibads droht. Eine Rückweisung des Geschäfts ist nicht hilfreich.»

Um gleichgesinnten Eltern mit kleinen Kindern die Teilnahme an der Gemeindeversammlung vom Donnerstag, 14.Juni, zu ermöglichen, organisiert das Komitee an diesem Abend einen Kinderhütedienst.