Im Spital Muri
Ab sofort hat auch das Freiamt einen Corona-Impfstandort – das freut Gesundheitsdirektor Gallati ganz besonders

Seit Montag kann man sich nun auch in Muri impfen lassen. Im Beisein von Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati wurde das Zentrum eröffnet, das bis zu 2000 Personen pro Woche impfen könnte. Der Impfstoff reicht vorerst für 500 Personen pro Woche.

Nathalie Wolgensinger
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Ein kleiner Pieks und die Impfung gegen Covid-19 ist vollbracht: Ein älterer Herr im Spital Muri.

Ein kleiner Pieks und die Impfung gegen Covid-19 ist vollbracht: Ein älterer Herr im Spital Muri.

Britta Gut

Ein älterer Mann betritt das Impfzentrum im Spital Muri. Er wird von einer Mitarbeiterin freundlich in Empfang genommen und nach seinem Namen befragt. Er winkt ab:

«Ich bin bloss zum Rekognoszieren hier, ich muss mich erst morgen impfen lassen.»

Die Angestellten nehmen es gelassen, zeigen ihm die Impfkojen und geleiten ihn dann wieder hinaus. Noch ist es ruhig im Impfzentrum, das im Notfall-Neubau neben dem Spital eingerichtet wurde.

Es wird Impfstoff von Moderna verimpft

In Muri wird seit Montag der Impfstoff der Firma Moderna an die Patientinnen und Patienten verimpft. «Wenn wir unsere Kapazität voll ausbauen, können wir bis zu 2000 Impfdosen pro Woche verabreichen», sagt Stephan Schärer, Leiter der Covid-19-Taskforce des Spitals.

Nun wird auch in Muri geimpft. Am Montag begann man damit, Menschen der Risikogruppe Impfdosen zu verabreichen.

Nathalie Wolgensinger

Derzeit sind es rund 500 Impfdosen, die pro Woche zur Verfügung stehen. Und diese werden an Frauen und Männer über 75 Jahre mit Vorerkrankungen verimpft.

Wer sich also in den vergangenen Wochen online für eine Impfung anmeldete, der wird – nach Dringlichkeit abgestuft – das Aufgebot für die Impfung erhalten.

Regierungsrat Gallati auf Stippvisite im Freiamt

Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati liess es sich nicht nehmen, eine Stippvisite im vierten Impfzentrum des Kantons Aargau zu machen. Eröffnet wurden bereits früher die Standorte in Aarau, Baden und Windisch.

In den kommenden Wochen wird der Kanton sechs weitere Standorte (Rheinfelden, Zofingen, Leuggern, Menziken, Laufenburg und Hirslanden Klinik in Aarau) eröffnen. Gallati sagte:

«Mehrere hundert Personen haben sich bei uns gemeldet und ihre Unterstützung für den Betrieb der Impfzentren angeboten. Die Solidarität im Kanton Aargau ist gross und allen Beteiligten gebührt ein grosser Dank.»

Gallati wies ausserdem darauf hin, dass einige der Freiwilligen bereits seit mehreren Wochen im Einsatz sind und weitere sich in den Impfzentren, die Anfang Februar eröffnet werden, engagieren werden. Die Strategie, die Impfzentren auf das ganze Kantonsgebiet zu verteilen und nicht an einem zentralen Standort aufzubauen, bewähre sich, stellte Gallati zufrieden fest.

Als Wohler freue er sich, dass nun das erste Impfzentrum im Freiamt eröffnet werden könne, sagte er. Mit Inbetriebnahme des vierten Impfzentrums steigt die Kapazität in den kantonalen Impfzentren auf rund 18'000 Termine pro Woche.

Wegen der geringen Verfügbarkeit des Impfstoffes kann diese Kapazität derzeit nicht ausgeschöpft werden. Am Prozedere der Anmeldung hat sich nichts verändert, die Anmeldung erfolgt elektronisch. Wer keinen Internetzugang oder kein Handy hat, erhält bei den Aargauer Apotheken Unterstützung.