Wohlen
Im Schüwo gibt’s jetzt Degustations-Atmosphäre dank Cheminée

Die Schüwo Wohlen hat ihre Ladenfläche verdoppelt – trotzdem ist es im grössten Wein- und Getränkefachhandel der Schweiz heimeliger als zuvor. Im Zentrum des Ladens: Eine Degustiermaschine mit 18 Weinen zur Auswahl.

Dominic Kobelt
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Schüwo Wohlen
8 Bilder
Viele Kunden kommen, um sich Geschenke zu kaufen
Die Kassen sind jetzt besser zugänglich
Flaschen gibts in allen Grössen
Das Geschäft ist schmuck dekoriert
Auch Sirup gibts in grosser Auswahl
Das riesige Weinsortiment präsentiert sich übersichtlich
Auch das Softdrink-Angebot ist riesig

Schüwo Wohlen

Dominic Kobelt

Die Flammen schlingen sich langsam um die Holzscheite, die sich mit Knistern und Knacken der Hitze ergeben. Gemütlich in den Ledersitz zurückgelehnt, überblickt man das Sortiment von rund 2000 Weinen, die bei dieser Wohnzimmeratmosphäre geradezu nach einer Degustation schreien. Nach Ländern geordnet erstrecken sich die Weinregale über den ganzen hinteren Teil der frisch renovierten Schüwo.

«Vier Monate haben wir umgebaut und unsere Ladenfläche praktisch verdoppelt – damit sind wir der grösste Wein- und Getränkefachmarkt in der Schweiz», sagt Adrian Schürmann. Er führt zusammen mit seinen Brüdern Urs und Christoph Schürmann das Familienunternehmen. «1987 hatten wir noch einen Selbstbedienungsladen mit Rampenverkauf, die Kunden mussten ins Büro kommen, um zu bezahlen», erinnert sich Schürmann.

Schüwo hat eine Kinderecke

Im neu gestalteten Laden, der rund
900 m2 gross ist, erinnert nichts mehr an einen Rampenverkauf. Die Kunden finden zu jedem Wein einen Kurzbeschrieb, auch die rund 1000 Spirituosen und 500 Biere sind ansprechend präsentiert, die Neonröhren sind Spotlichtern und Lampen gewichen. Das Sortiment ist mehr oder weniger gleich geblieben, «da und dort wird das Angebot durch Ergänzungen abgerundet», sagt Schürmann.

Ein Wegweiser am Eingang zeigt die Richtung in die verschiedenen Bereiche an – natürlich findet man nebst alkoholischen Getränken auch eine grosse Auswahl an Softgetränken und eine Abteilung mit Geschenkkörben und Delikatessen.

Dazugekommen ist eine Kinderspielecke, in der sich die Kleinen verweilen können, wenn die Eltern degustieren. «Das Problem, dass Kinder zwischen all den Glasflaschen herumgesprungen wären, hatten wir zwar nicht, aber manche wurden etwas ungeduldig, deshalb wollten wir ihnen eine Beschäftigungsmöglichkeit bieten», erklärt Schürmann.

Zusätzlich gibt es zwei neue Kassen, insgesamt also sechs. Im Zentrum des Ladens befindet sich eine Degustationsmaschine: Hinter einer Glasscheibe werden 18 verschiedene Weine präsentiert. Die Kunden könne per Knopfdruck einen Schluck der gewünschten Sorte ins Glas laufen lassen – das Angebot wechselt jeden Monat. Die Lounge-Ecke mit Cheminée bietet dafür beste Atmosphäre.

Teurer wirds nicht

Nebst den Veränderungen im Innern hat das Gebäude eine zusätzliche Hülle erhalten und ist damit besser isoliert. Das Dach hat das Unternehmen weitervermietet, darauf wurden Solarpanels installiert.

Wie viel in den Umbau investiert wurde, darüber hüllen die Schürmanns den Mantel des Schweigens – gerade weil man ein Familienunternehmen sei. Adrian Schürmann verspricht aber: «Unsere Produkte werden deshalb nicht teurer. Wir werden tendenziell eher noch etwas grosszügigere Aktionen im Angebot haben.»

Der neue Verkaufsladen ist schon geöffnet und voll in Betrieb. Am 22. November wird mit einem Tag der offenen Tür und zahlreichen Angeboten das Ende der Bauarbeiten gefeiert.

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