Jonen
Im Schnellzugtempo zum Schulbau

«Gmeind» erteilt neuem Primarschulhaus für 8 Mio. Franken mit 105 Ja gegen 0 Nein grünes Licht

Lukas Schumacher
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Schnappschuss nach der «Gmeind»: Schulhaus im Gipsmodell und Apérogenuss. sl

Schnappschuss nach der «Gmeind»: Schulhaus im Gipsmodell und Apérogenuss. sl

Bloss 20 Minuten hat das Joner Hauptgeschäft gedauert. Dann stand der glasklare Versammlungsbeschluss fest, der bestimmt in die Dorfgeschichte eingehen wird: 105 Ja, 0 Nein und keine einzige Enthaltung zum 8-Millionen-Neubauprojekt Schulhaus.

Vizeammann Jürg Rüttimann, der Vorsteher des Ressorts Schule, zeigte sich sehr erfreut: «Dieses tolle Abstimmungsresultat war nicht zu erwarten. Ich werte es als Vertrauensbeweis für die Baukommission und den Gemeinderat.»

Kommission und Gemeindebehörde hatten sich im Vorfeld der «Gmeind» sehr stark für die Realisierung des Grossvorhabens in der knapp 2000 Einwohner zählenden Gemeinde engagiert. Zudem hat das Wettbewerbssiegerprojekt des Stadtzürcher Architekten Marcel Baumgartner, das nun verwirklicht wird, restlos überzeugt.

Der zweigeschossige Neubau mit einem Volumen von 8000 m3 und einer Nutzfläche von 1800 m2 weist je sechs flexibel unterteilbare Klassenzimmer und Gruppenräume auf sowie einen grossen Mehrzweckraum im Erdgeschoss.

Ziel: In zwei Jahren bezugsbereit

Das Schulhaus soll zügig realisiert werden. Wie Jürg Rüttimann an der «Gmeind» ausführte, wird in zwei Wochen das Baugesuch eingereicht. Nach Abschluss des Baubewilligungsverfahrens und der Vergabe der Arbeiten will man im Juli 2015 den Spatenstich vollziehen. Im November 2016, nach eineinhalbjähriger Bauzeit und heute in zwei Jahren also, soll das Schulhaus fertiggestellt sein. Der Bezug des neuen Gebäudes ist vor Weichnachten 2016 oder spätestens in den Sportferien 2017 geplant.

Anschliessend erfolgen der Abbruch der alten Turnhalle und die Instandstellungsarbeiten beim Schulhaus Rigi, sodass das Gesamtprojekt im Sommer 2017 vollendet sein wird.

Schulden steigen auf 10 Millionen

Diskussionslos und ohne Gegenstimmen genehmigte die Gemeindeversammlung auch die erneuerten Satzungen des Gemeindeverbandes Kreisschule Kelleramt sowie das Joner Gemeindebudget 2015 mit dem unveränderten Steuerfuss von 95 %. «Selbstverständlich wird der wichtige Schulhausbau stark auf unseren Gemeindehaushalt durchschlagen», sagte Gemeinderat Philipp Ackermann, der Vorsteher des Ressorts Finanzen.

Das Nettovermögen der Gemeinde von aktuell rund 2 Mio. Franken werde in eine Nettoschuld von rund 10 Millionen kippen. So wandle sich das Guthaben von derzeit 1000 Franken pro Einwohner bis 2018/2019 zu einer Verschuldung in der Grössenordnung von 5000 Franken je Einwohner. Danach, so Ackermann, sei Schuldentilgung angesagt, «denn wir wollen der nächsten Generation keinen Schuldenberg hinterlassen.»

Grund der Schulden sind die hohen Investitionen im Betrag von 13,5 Mio. Franken, die Jonen in den beiden Jahren 2015 und 2016 zu verdauen hat. Happigste «Brocken» neben dem Schulbau sind die Sanierung der Dorfstrasse, die Realisierung des Hochwasserschutzes sowie der Bau des Feuerwehrmagazins in Jonen.

Magazin ab Februar/März im Bau

Das geplante neue Feuerwehrmagazin kann nun doch realisiert werden. Wie Gemeinderat Dieter Brodbeck mitteilte, sind jetzt bereinigte Offerten für die Ausführung vorhanden, wonach der ursprünglich genehmigte Kredit im Betrag von 3,6 Mio. Franken eingehalten werden kann. Der Baubeginn des Magazins ist im Februar/März vorgesehen. Man rechnet mit einer Bauzeit von rund einem Jahr.

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