Zufikon

Im Jahr 2028 wohnen in Zufikon nur 400 Einwohner mehr als heute

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Blick auf Zufikon

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Zufikon verzichtet auf die Einzonung im «Aettigüpf», stattdessen soll im Gebiet Stiegelen/Oberfeld an der Mutschellenstrasse Baugebiet entstehen. Die Gemeinde will bescheiden wachsen und rechnet damit, dass 2028 nur 400 Personen mehr dort leben.

Vor drei Jahren scheiterte die überarbeitete Zufiker Nutzungsplanung wegen einer umstrittenen Einzonung im Gebiet Aettigüpf. Diese Einzonung findet man im neuen Planwerk-Entwurf nicht mehr. Stattdessen sollen dem Baugebiet neu rund zwei Hektaren Land bei der Mutscheller Verkehrsachse zugeschlagen werden, genauer in der «Stiegelen» und im benachbarten «Oberfeld».

Aufnahme in den neu entworfenen Bauzonenplan fand auch der vorderste Teil im «Hammergut» beim Zufikerrank und dem dortigen Kreisel. Diese rund 0,4 Hektaren Kulturland sollen der Wohn- und Gewerbezone zugeteilt werden, die Zu- und Wegfahrt ist via Kreisel vorgesehen.

«Betont massvolles Wachstum»

In den letzten 15 Jahren ist Zufikon recht stark gewachsen. Die Einwohnerzahl stieg von 3500 um 700 auf heute 4200 Personen. In den nächsten 15 Jahren wird ein bescheideneres Wachstum angestrebt. So sollen im Jahr 2028 bloss rund 400 Einwohner mehr als heute in Zufikon wohnen, nämlich 4600 statt 4200. Die geplanten Neueinzonungen schaffen Wohnraum für rund 200 Personen. Vorgesehene Umzonungen und heute vorhandene Baulücken ermöglichen Wohnraum für weitere 200 Leute.

Zufikon setze auf ein «betont massvolles, vernünftiges Wachstum», sagten Gemeinderätin Doris Rütimann und Metron-Planer Beat Suter an einer von rund 120 Personen besuchten Informationsveranstaltung in der Aula der Schulanlage. Passend zur angestrebten Bescheidenheit sind in der neuen Flächenstatistik Bauzonenreserven im Umfang von nur 7% vorgesehen. 6,4 Hektaren beträgt die Fläche der unüberbauten Wohnzonen und der unüberbauten Wohn- und Gewerbezonen. Bereits überbaut sind 80,8 Hektaren dieser Wohn- und Mischzonen.

Grüne Lunge wird nicht angetastet

Auffälligster und spektakulärster Vorschlag der Ortsplanungskommission bleibt das «Säntezelg»-Gebiet. Diese sieben Hektaren grosse grüne Lunge an der Grenze zu Bremgarten soll nach wie vor nicht angetastet werden. Der Grüngürtel bleibt nicht nur im Landwirtschaftsgebiet und überbauungsfrei, er soll auch mit
einer Landschaftsschutzzone belegt werden. Grössere landwirtschaftliche Bauten sind nicht möglich. Der
Gemeinderat könnte nur Ausnahmebewilligungen für landwirtschaftliche Kleinbauten wie Bienenhäuser oder Weideunterstände erteilen.

Nebst den kleineren Neueinzonungen «Hammergut», «Stiegelen» und «Oberfeld» schlagen nur ein halbes Dutzend Umzonungen und Arrondierungen auf den Bauzonenplan der sanft überarbeiteten Nutzungsplanung durch. So Umzonungen in die Dorfzone bei Schulstrasse/Gemeindehaus und im Unterdorf, eine kleine Umzonung in die Gewerbezone des Gebiets Chräenbül oder eine neue, kleine Spezialbauzone Emaus beim dortigen Restaurant.

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