Schon bald werden im Gebiet Bahnhof Muri erste Liegenschaften abgerissen. Der geänderte Gestaltungsplan für das Zentrum Bahnhof soll zudem bald beim Kanton eingereicht werden. «Voraussichtlich im Frühling 2019 kann das Mitwirkungsverfahren gestartet und die Öffentlichkeit über das Projekt und die Verträge zum Zentrum Bahnhof Muri informiert werden», sagt Gemeindepräsident Hampi Budmiger.

Die Grundidee sei immer noch dieselbe wie vor einem halben Jahr: Die Leuthard AG und die Gemeinde Muri arbeiten eng zusammen und streben eine Optimierung des rechtskräftigen Gestaltungsplans an. «Es wird jetzt intensiv an den Details gearbeitet.» Ein neu zusammengestelltes Planerteam hat den Auftrag, die Änderung des Gestaltungsplans zu erarbeiten. Ebenfalls mitentwickelt wird die Gestaltung der Bahnhofstrasse. «Wir wollen für Muri eine attraktive Willkommenssituation schaffen», unterstreicht Budmiger.

Tempo 20

Erste Schritte kann der Gemeinderat bereits bekannt geben: Es wird eine unterirdische Parkierung unter der Bahnhofstrasse geben. Abklärungen zusammen mit den SBB und den übrigen Anbietern des öffentlichen Verkehrs laufen bezüglich entsprechender Anbindung und Schnittstellen. Der Kanton prüft die Verlegung einzelner Buslinien auf die nordöstliche Seite des Bahnhofs im Areal Brühl.

Die Gemeinde hat die Parzelle entlang der Bahngleise südlich des Bahnhofs von den SBB erworben. Mit einem Erschliessungsvertrag zwischen den am Projekt beteiligten Landeigentümern werden die Kosten für Planung, Ausführung und der Bewirtschaftung geregelt. Und künftig soll auf der Bahnhofstrasse Tempo 20 gelten. «Durch die unterirdische Parkierung soll mit Ausnahme des öffentlichen Verkehrs möglichst wenig Verkauf auf der Bahnhofstrasse generiert werden.

Abbruch und Ausbau

Im Frühling ist der Abbruch der bestehenden alten Liegenschaften Bahnhofstrasse 1 und 3 sowie Aarauerstrasse 16 und 18 vorgesehen. Diese Gebäude Ammanhaus und Wipf sind baufällig. «Schon aus Sicherheitsgründen drängt sich der Abbruch auf», wie Budmiger ausführt. Auch das Egenterhaus ist ein Fall für den Abbruch. Als einziges Gebäude wird auf dem Areal Zentrum Bahnhof, neben dem Bahnhof selber, das Martinoli-Haus, das unter Substanzschutz steht, bleiben. Die Villa Wild wird vorerst noch nicht dem Erdboden gleichgemacht, was aber auch nur eine Frage der Zeit beziehungsweise des Planungsfortschritts ist.

Fest steht nach entsprechenden Abklärungen schliesslich, dass die Personenunterführung Gleis 61/Eggstrasse bis 2024 totalsaniert wird. Die Unterführung wird dann verbreitert und höher, damit sie sowohl den Fussgänger- als auch den Veloverkehr aufnehmen kann. Die Gemeinde Muri wird ihre Liegenschaften am Bahnhof verkaufen. Dieser Verkauf wird aber erst an die Gemeindeversammlung kommen, wenn der Gestaltungsplan genehmigt ist. «Es muss klar sein, was im Gebiet Bahnhof entsteht und wer welchen Teil bezahlt, bevor dieses Geschäft traktandiert werden kann.»