Muri

Im beschaulichen Egg-Quartier gab es ein Spektakel zu sehen

Die Stützpunktfeuerwehr meistert ihre diesjährige Hauptübung mit Bravour. Mehr als 100 Leute waren als Zuschauer zu Gast und am Ende wurde sogar ein neues Verkehrsfahrzeug in Dienst gestellt.

Lange bevor das erste Martinshorn im beschaulichen Murianer Wohnquartier Egg zu hören war, drängten sich die Schaulustigen um die Unfallstelle an der Kreuzung Grindelstrasse/Rüchliweg.

Für einmal waren es allerdings keine Gaffer, die da ihre Handys zückten. In Muri ist das Interesse an der Arbeit der Stützpunktfeuerwehr traditionell hoch und so wurde denn auch die diesjährige Hauptübung von weit über 100 Personen verfolgt.

Auf die Frauen und Männer der Feuerwehr wartete am Samstagnachmittag eine knifflige Aufgabe. Die Übungsleitung hatte ein Szenario vorbereitet, bei der alle Facetten des modernen Feuerwehrhandwerks zum Tragen kamen: Es gab verletzte Personen zu bergen, die Ausbreitung eines Feuers zu verhindern und dieses auch zu löschen.

Traktorfahrer verursacht Chaos

In der Übungsannahme hatte ein Traktorfahrer mit dem Frontlader seines Fahrzeuges einen Tankwagen leck geschlagen und ein mit mehreren Personen besetztes Auto aufgebockt- Dieselöl lief aus, der Tank brannte, das Feuer drohte sich auf die benachbarten Liegenschaften auszudehnen. Auf der Strasse lagen regungslos zwei verletzte Männer und im Unfallauto waren weitere vier Personen eingeklemmt.

Wie erwartet bewältigte die bestens ausgebildete und erfahrene Truppe das Grossereignis mit Bravour. Die verletzten Personen wurden geborgen, mit einem Brandschutz die Ausbreitung des Feuers und der Abdichtung der Schächte der Abfluss des Dieselöls in die Kläranlage verhindert und das Feuer gelöscht.

Zum Glück gab es für die Stützpunktfeuerwehr 2015 in der Realität keinen Ernstfall mit diesem Ausmass. An Arbeit hat es ihr dennoch nicht gemangelt, wie Kommandant Thomas Strebel aufzeigte: Insgesamt 90 Mal sind die Feuerwehr oder Teile von ihr ausgerückt.

Die Einsatzstatistik zeigt unter anderem 17 Brände, 10  Pionier-, 9 Wasser- und 4 Ölwehreinsätze. Stark beschäftigt haben die Feuerwehr im heissen Sommer auch die Wespen. Rund zwei dutzend Mal sind die für deren Bekämpfung ausgebildeten Spezialisten ausgerückt.

In der Stützpunktfeuer leisten aktuell 108 Frauen und Männer Dienst. Viele sind schon sehr lange dabei. So wurden Kommandant Thomas Strebel, die Offiziere Markus Frei und Stephan Hunziker sowie der Gefreite Peter Anderhub für 20 Jahre, der Wachtmeister Marcel Schöpfer und der Gefreite Kurt Huber für 25 Jahre, der Gefreite Urs Huwiler für 30 Jahre und der Wachtmeister Ernst Fankhauser für 35 Jahre Feuerwehrdienst geehrt worden.

Mit 54 Personen hat exakt die Hälfte des Korps im laufenden Jahr eine kürzere oder längere Weiterbildung absolviert. Zusammengezählt wurden 125 Kurstage besucht. Das offizielle Muri weiss dieses grosse Engagement zu würdigen: «Auf unsere Feuerwehr können wir jederzeit zählen und dafür sind wir dankbar», sagte Ressortvorsteher und Gemeinderat Heinz Nater.

Neben einer guten Aus- und Weiterbildung ist für eine Feuerwehr auch eine gute Ausrüstung wichtig. Im Januar konnte ein neues Verkehrsfahrzeug in Dienst gestellt werden. Der Mercedes Sprinter wurde zum Abschluss der Hauptübung offiziell eingeweiht.

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