Alles beginnt mit einer gut gemeinten Aktion: Die Zufiker Feuerwehr sammelt im Dorf Altpapier ein. In Konkurrenz mit den umliegenden Dörfern möchte man natürlich obenaus schwingen und möglichst den höchsten «Pro-Kopf-Abfall» erzielen, deshalb geben die Zufiker alles in die Sammlung, was sie nicht mehr benötigen. Weil die Haushälterin eines Rentners auch einen Umschlag mit den ganzen Ersparnissen auf den Papierberg wirft, startet bald die Suche nach den 10 000 Franken. Nicht alle Bewohner, die sich an der Suche beteiligen, tun das aber aus Nächstenliebe; vielmehr suchen sie nach ihren eigenen geheimen Dokumenten, die ebenfalls in der Entsorgung gelandet sind.

Die Konstellation, die das Grundgerüst für das Stück «Liebe Gäld ond Altpapier» von Hans Gnant bildet, gibt viel Raum für Rivalitäten und Geheimniskrämerei, aber auch für eine Liebesgeschichte. Die Darsteller des Laien-Theaters Zufikon schlüpfen dabei in Charaktere, wie man sie wohl aus vielen Dorfkneipen kennt. Überzeugend spielen sie die liebenswerten, aber etwas eigenbrötlerischen Charaktere, in einem Dorf, in dem jeder jeden kennt und so manch einer Angst hat, sein ganz persönlicher «dunkler Punkt in der Vergangenheit» könnte zum Dorfgespräch werden.

Eigene Ideen beigesteuert

Seit Oktober übt die Truppe das Stück, das dem Publikum bereits dieses Wochenende manch herzhaften Lacher entlockt hat. «Ich bin mit dem Auftritt sehr zufrieden, auch mit den Leistungen der Schauspieler. Die Leute waren bereits bei den Proben mit viel Herzblut dabei und haben selber Ideen beigesteuert – das ist unerlässlich für ein Laientheater», sagt Regisseur Hans Zangger. Auffallend ist, dass das Zufiker Laientheater einen guten Mix von jüngeren und älteren, erfahrenen und
neuen Laien-Schauspielerinnen und -Schauspielern vereint. «Das ist wichtig, damit die Rollen passend besetzt werden können», sagt Zangger.

Weitere Vorstellungen am Freitag, 27. März, und Samstag, 28. März, jeweils um 20.15 Uhr in der Turnhalle A, Zufikon.