Die IBW-Gruppe Wohlen verkaufte im letzten Geschäftsjahr 1,6 Prozent mehr Strom (74,3 Mio. kWh) und 4,7 Prozent mehr Erdgas (143,2 Mio. kWh), aber zwei Prozent weniger Wasser (1,3 Mio. Kubikmeter).

Das Geschäftsergebnis fiel mit einem konsolidierten Jahresumsatz von 36,5 Millionen Franken und einem Jahresergebnis von 2,023 Millionen Franken gut aus.

Das teilte CEO Peter Lehmann an der zum ersten Mal öffentlichen Generalversammlung vor 200 Kunden und Geschäftspartnern mit. In den Verwaltungsrat rückten für den zurückgetretenen Gemeinderat Urs Kuhn Gemeinderat Ruedi Donat und der Malermeister Martin Bolliger in die Führungsriege des Unternehmens nach.

Der Energiewende entgegen

Die eingeladenen Kunden meldeten sich an der Versammlung nicht zu Wort. Sie wollten möglichst schnell an die Jazz Night, welche die IBW bereits zum zweiten Mal organisierte. Die Crazy Hoppers, eine Big Band mit lauter Jugendlichen, verzückte die «Fangemeinde», wie sich Verwaltungsratspräsident Hanspeter Weisshaupt ausdrückte, an der Generalversammlung vollends.

Die IBW-Gruppe steuere die Energiewende an und müsse, um dieses Ziel zu erreichen, jedes Jahr genügend Eigenmittel generieren, bemerkte Weisshaupt. Im Markt der erneuerbaren Energieträger sei die IBW mit einem Anteil von 7,1 Prozent gut auf Kurs. Bis 2020 will die IBW diese auf 20 Prozent steigern.

CEO Peter Lehmann wies darauf hin, dass die IBW-Gruppe eine hohe Versorgungssicherheit sicherstelle und im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder mehr Kunden gewonnen habe. Seitdem der Strommarkt vor fünf Jahren liberalisiert worden sei, habe die IBW keinen Grosskunden verloren; mit Ausnahme der sogenannten Bündelkunden mit mehreren Standorten in der Schweiz, die den Stromeinkauf oft gesamtschweizerisch festlegen.

Bewährt hat sich laut Lehmann die mit anderen Versorgungsbetrieben gegründete Einkaufsgemeinschaft iStrom. Sie könne bei den Stromproduzenten bessere Konditionen aushandeln.

Gemeinde ist auch zufrieden

Die IBW-Gruppe lieferte der Gemeinde, der einzigen Aktionärin des Unternehmens, 2013 eine Dividende und Konzessionsabgabe von 1,3 Millionen Franken.

Damit war Gemeindeammann Walter Dubler zufrieden. «Die IBW-Gruppe steht bei der Gemeinde mit einem Aktienkapital von acht Millionen Franken in den Büchern. Sie ist aber das Dreifache wert.» 2013 vergab die IBW dem regionalen Gewerbe Aufträge für 3,5 Millionen Franken.

Nach der Generalversammlung schaltete das Unternehmen eine neu gestaltete Homepage auf. Auf dem Kundenportal befinden sich ein Stromrechner, mit dem die Kunden ihren Energieverbrauch nachrechnen können, und die persönlichen Kundendaten.