In ihren jüngsten Gemeindenachrichten fordert die Freiämter Gemeinde Widen Hundehalter auf, rund ums Alterszentrum Burkertsmatt «jeglichen unnötigen

Lärm durch Hundegebell zu vermeiden.»

Der Grund: Die Bewohnerinnen und Bewohner würden «aufgrund der veränderten Tagesabläufe und ihres Gesundheitszustandes» öfters Ruhe brauchen und fühlten sich durch das Herumtollen der Hunde gestört.

Flugblatt machte auf Problem aufmerksam

Auf die Problematik aufmerksam gemacht wurde die Gemeinde durch ein Flugblatt, das in der Umgebung des Alterszentrums aufgehängt wurde, wie Gemeindeschreiber Felix Irniger sagt.

Darauf hiess es: «Liebe Hundebesitzer, gegenüber wohnen 74 Menschen, die gerne ihre Ruhe geniessen wollen. Wir bitten Sie daher, ihre Hunde nicht länger bellen zu lassen. Wir danken: Die Bewohner»

Bewohner handelte in Eigenregie

Raphaela Bootz, die scheidende Leiterin des Alterzentrums Burkertsmatt, stellt gegenüber der az klar, dass es sich bei dem Flugblatt nicht um eine offizielle Verlautbarung der Zentrumsleitung handelt.

Ein Bewohner des Alterszentrums hat den Aufruf an die Hündeler offenbar in Eigenregie entworfen und laminieren lassen. Das laminierte Blatt hat er dann an einen Baum beim naheliegenden Wald befestigt. Ein Ort, an dem Hundehalter mit ihren Lieblingen oft vorbeikommen.

Vize-Amman hat Flugblatt entfernt

Urs Leuenberger, dem Vize-Ammann von Widen, stiess diese Aktion sauer auf. Er hat das Flugblatt, das ihm zufolge mit sechs Nägeln an den Baum geschlagen wurde, inzwischen eigenhändig entfernt.

«Es ist der falsche Weg, alle Hündeler mittels eines Flugblatts an den Pranger zu stellen, wo es doch nur einzelne sind, die für Ärger sorgen», sagt Leuenberger. «Ein Aufruf via die Gemeinachrichten schien mir der vernünftigere Weg». (ldu/bau)