Sins

Hühnerhaut und leuchtende Freude – so schön war der Fackelumzug

Impressionen vom Lichterumzug in Sins

Impressionen vom Lichterumzug in Sins

Zum 18. Mal hat der Gewerbeverein seinen Lichterumzug zum 1. Advent veranstaltet.

Schlag 17:30 Uhr verlöschen sämtliche Strassenlaternen. Das aufgeregte Stimmengewirr der Kinder verstummt. Schnell wird noch einmal die Haltung der Fackel geprüft. Gleich soll es losgehen. Vor den kleinen Fackelträgern haben sich weiss gewandete Erwachsene aufgestellt.

Auf ihren Köpfen leuchten kunstvoll gefertigte Iffelen, jede ist beidseitig mit bunten Motiven verziert. Dazu gesellen sich Geisslechlöpfer sowie die Trychler der Chlausgesellschaft Reussegg. Natürlich ist der Samichlaus mit seinen Schmutzli auch am Umzug dabei. Der Verantwortliche ruft endlich: «Start!» Und los geht es.

Adventliche Tradition

Bereits kurz nach 17 Uhr versammelten sich viele Kinder, die am Zug als Fackelträger dabei sein wollten. In drei Reihen aufgestellt warten sie auf ihren Einsatz. «Ihr seht mega aus», stellt einer der Organisatoren fest. Antonia Villiger vom Gewerbeverein Sins teilt mit: «Die Idee mit dem Fackelzug hatten wir zum 15-Jahr-Jubiläum unseres Anlasses. Das kam so gut an, dass der nun jedes Mal mit dabei ist.»

Den Kindern gefällt es. Glücklich strahlend winken sie unterwegs ihren Eltern und den anderen Leuten zu, die gespannt den Umzug begleiten. «Unser Lichterumzug findet nun zum 18. Mal statt. Dank vieler Helfer können wir das umsetzen», berichtet die Mitorganisatorin. Am ersten Adventswochenende haben die Geschäfte am Samstag länger und zusätzlich dazu am Sonntag bis 16 Uhr geöffnet. Die verschiedenen Läden laden zu Degustationen und Präsentationen ein.

Ereignis für ganze Familie

Für die jüngeren Besucher stehen Kerzenziehen und ein Karussell auf dem Programm. Dazu gibt es eine Märlistube. Villiger führt aus: «Der grösste Anlass an diesem Wochenende ist unser Lichterumzug. Damit möchte der Gewerbeverein den Leuten etwas bieten und die Adventszeit einläuten.» Der Anlass kommt gut an. «Die vorweihnachtliche Stimmung ist immer sehr schön.

Der Umzug ist ein Ereignis für die ganze Familie», findet Margrith Imbach aus Sins. Familie Huber, ebenfalls aus Sins, erklärt: «Der Umzug ist sehr stimmungsvoll. Uns gefallen besonders die schönen Lichter.» Von der Landi aus setzt sich der Zug langsam, dafür nicht überhörbar, in Bewegung. Die Trychler mit den schweren Viehglocken kündigen sich schon eine Weile vorher an, bevor sie die Luzernerstrasse erreichen, die mit vielen Besuchern gesäumt ist.

Iffelenträger aus Hünenberg

Weiter ziehen die Teilnehmer Richtung Einhornkreisel, wo der Zug enden wird. Sehr viel Aufmerksamkeit erhalten die Iffelenträger aus Hünenberg. Mit ihren detailreichen, leuchtenden Kopfbedeckungen ziehen sie alle Blicke auf sich.

Langsam gehen die Träger an den Zuschauern vorbei, drehen sich vorsichtig, damit die kunstfertigen, kirchlichen Motive für alle sichtbar werden. «Wie wunderschön. Ist das herrlich», hört man immer wieder aus der Menge heraus. Mit Sicherheit sorgt dieser eindrucksvolle, adventliche Anblick bei vielen für Hühnerhautmomente und bleibende Erinnerungen.

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