Beinwil

Holzrücken auf dem Horben: Feinarbeit mit einer Pferdestärke

Die starken Rösser und Ponys beeindruckten am Samstag beim Holzrücken auf dem Horben die Zuschauer.

Laut ist das Wiehern des imposanten Kaltblutschimmels über den Horben zu hören. Doch Ares muss sich noch eine Weile gedulden, bis er dran ist. Mit ihm starten 13 Pferde am Sonntagnachmittag beim Holzrücken Stufe 2, also die mit Erfahrung. Neben den Pferden zeigen auch Ponys ihr Können und beeindrucken dabei mit Geschicklichkeit und Ausdauer, wie die Grossen.

Planung ist der halbe Wettkampf

Vor dem Wettkampf besichtigen die Pferdebesitzer, auch Fuhrleute genannt, den Parcours und lassen sich erklären, worauf es bei den Prüfungen ankommt. OK-Mitglied Ursula Meier erklärt: «Das Holzrücken ist der Arbeit im Wald nachempfunden. Dabei werden dann die Fehlerpunkte gezählt, die Zeit spielt auch eine Rolle, ist aber nicht das Wichtigste.» Für die Hindernisse mitverantwortlich ist Peter Jenni vom Verein Freunde Schwerer Zugpferde Schweiz. Zusammen mit etwa zehn Zuständigen habe man im Januar mit der Planung begonnen, berichtet er. «Wir haben uns zu einem Workshop getroffen und den Parcours entwickelt.» Dessen Posten werden in Form einer Acht platziert. So haben die Pferde gute Wendemöglichkeiten. Für die Einsteigerprüfung der Stufe 1 seien diese etwas einfacher gestaltet. «Ein Ross, das nicht am Wettkampf teilnimmt, geht dann den Parcours ab. So sehen wir, ob der Posten machbar ist und wo wir noch etwas ändern müssen», führt Jenni aus.

Seit dem Vormittag finden die Wettkämpfe statt, erstmalig auf dem Horben. «Wir freuen uns, dass wir auf die gute Infrastruktur der Horba zurückgreifen können», sagt Meier und führt aus: «Es sind 45 Pferde und Ponys angemeldet, die zum Teil mehrmals an den Start gehen.» Am häufigsten sind bei den Pferden Kaltblüter und Freiberger vertreten. Vier Prüfungen sind über den ganzen Tag verteilt: Holzrücken für Ponys und für Pferde. Bei den Pferden wird in Einsteiger und Erfahrene, sowie in ein- und zweispännig unterteilt.

Hier sind alle Gewinner

Die zahlreichen Zuschauer sind sichtlich begeistert von der Teamarbeit zwischen Ross und Mensch. Immer wieder schallt Beifall über den Platz, wenn eines der Pferde ein schwieriges Hindernis meistert. «Das ist ja schwierig!», hört man öfters aus dem Publikum. Percheron-Schimmel Ares belegt bei der Prüfung zwar nicht den ersten Platz, ist aber aufgrund seiner Erscheinung sicher einer der Publikumslieblinge. «Ja, er ist schon eine sehr imposante Erscheinung»,

Zum Abschluss meint Peter Jenni: «Es ist ein Wettkampf, aber im Grunde ist es wichtiger, dass nichts passiert und wir einen guten Tag miteinander verbringen.»

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