Hermetschwil

Holzenergiepreis für ein Trio

Preisübergabe: Jules Pikali, Geschäftsführer Holzenergie-Freiamt, Hans Kneubühler, Kinderheim St. Benedikt, Thomas Oberthaler, Kirchenpflege Hermetschwil, Martin Egli, Stiftungsrat Kloster Hermetschwil, Stefan Wietlisbach, Präsident Holzenergie-Freiamt (von links).

Preisübergabe: Jules Pikali, Geschäftsführer Holzenergie-Freiamt, Hans Kneubühler, Kinderheim St. Benedikt, Thomas Oberthaler, Kirchenpflege Hermetschwil, Martin Egli, Stiftungsrat Kloster Hermetschwil, Stefan Wietlisbach, Präsident Holzenergie-Freiamt (von links).

Holzenergie Freiamt zeichnet regelmässig Projekte aus, mit denen der Absatz des einheimischen und nachwachsenden Rohstoffs Holz gefördert wird. Dieses Jahr geht der Preis gleich an drei Institutionen in Hermetschwil.

Mit dem traditionellen Holzenergiepreis von Holzenergie Freiamt werden dieses Jahr gleich drei Institutionen in Hermetschwil ausgezeichnet: das Kinderheim St. Benedikt, die Katholische Kirchgemeinde und das Kloster. Das, weil die Holzschnitzelheizung des Kinderheims nicht nur die eigenen Bauten mit Wärmeenergie versorgt, sondern auch die Kirche und ab dem kommenden Herbst auch die Klosterbauten.

«Bei Holzschnitzelheizungen ist der Blick über den Tellerrand wichtig. Die drei Preisträger zeigen, dass es sich aus wirtschaftlichen, technischen, betrieblichen und auch ökologischen Gründen lohnt, eine gemeinsame Versorgung zu realisieren», erklärten die Vertreter von Holzenergie Freiamt an der Preisübergabe in Hermetschwil.

Am Anfang stand die Erneuerung der Heizzentrale des Kinderheimes. Aufgrund der erforderlichen Heizleistung und des Temperaturniveaus erwies sich eine Holzschnitzelheizung als beste Lösung. Ziel war es dabei auch, die vorhandenen Reserven bei der Wärmeerzeugung ebenfalls zu nutzen. Deshalb wurde das bestehende Wärmenetz erweitert und Kirche wie Kloster wurden an den Wärmeverbund angeschlossen.

«Günstiger Brennstoff»

«Energieholz ist ein kostengünstiger Brennstoff. Ein aus Holzschnitzeln erzeugtes Kilowatt kostet etwa halb so viel wie eines, das mit Heizöl erzeugt wird», erklärt Holzenergie Freiamt in ihrer Mitteilung zur Preisübergabe. Allerdings seien die Anforderungen an Holzschnitzelheizungen hoch. Um die Vorschriften zur Luftreinhaltung erfüllen zu können, müssten ein Elektro- oder ein Gewebefilter eingebaut werden. Auf diese Weise bleibe der Feinstaubausstoss minim. Eine Holzschnitzelheizung verursache deshalb höhere Investitionskosten und habe einen grösseren Platzbedarf. Mit dem Ziel, niedrige Wärmegestehungskosten zu erreichen, sei es somit vorteilhaft, möglichst mehrere Bauten aus der gleichen Heizzentrale zu versorgen.

In Hermetschwil hat das bestens geklappt. Als erster Partner hat sich die katholische Kirchgemeinde bereit erklärt, vom Kinderheim Wärmeenergie zu beziehen. Die bisher gemachten Erfahrungen sind laut Holzenergie Freiamt positiv.

Holz aus dem Klosterwald

Auch im Kloster stand die altersmässige Erneuerung der Heizungsanlage an. In einem ersten Projekt wurde eine Holzpelletheizung angestrebt. Auch damit wäre der CO2-Austoss neutral und es würde einheimischer nachwachsender Brennstoff genutzt. Für eine Pelletheizung wäre im Kloster jedoch eine neue Kaminanlage erforderlich gewesen. Diese Investition entfällt mit neuen Wärmeverbund. Für das Kloster, welches über eigenen Wald verfügt, war es wichtig, dass auch dieses Holz genutzt wird. Dank der Verständigung der beiden involvierten Forstbetriebsleiter ist laut Holzenergie Freiamt gelungen, auch hier eine Lösung zu finden. (az)

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