Bremgarten
Hochwasser-Gefahr: «Ernst, aber nicht dramatisch»

Fachleute des AEW-Wasserkraftwerks Bremgarten stuften die Situation am frühen Montagabend als «ernst, aber nicht dramatisch» ein. Der Spitzenwert des Wasserabflusses lag am Montag bei 588 Kubikmeter pro Sekunde.

Lukas Schumacher
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Die untere Uferpartie beim Hexenturm stand am Montag unter Wasser.

Die untere Uferpartie beim Hexenturm stand am Montag unter Wasser.

Lukas Schumacher

Erst bei einer Abflussmenge von rund 750 Kubik je Sekunde kommt es im Stadtbann Bremgarten zu grösseren Überschwemmungen und Schäden. Gemäss Prognose des Bundesamts für Umwelt (Bafu) könnten Pegel und Wassermenge der Reuss im Verlauf des Dienstags noch leicht zulegen. Die Gefahrenstufe der Reuss bleibe aber mässig und verschärfe sich nicht.

Seit mehreren Monaten werden in Bremgarten bauliche Hochwasserschutz-Massnahmen zu Gesamtkosten von 2,4 Millionen Franken realisiert. Die Arbeiten sind weit fortgeschritten, sie dürften im Juli vollendet sein. Noch fehlt unterhalb des Hexenturms eine Uferschutzmauer, die demnächst gebaut wird.

Die diversen baulichen Massnahmen schützen das Reussstädtchen vor einem HQ 30, einem alle 30 Jahre vorkommenden Hochwasser. Zusätzlich würden mobile Elemente – Dammbalken aus Aluminium – in Bremgarten Schutz bieten gegen ein Jahrhunderthochwasser, ein HQ 100. Die mobilen Elemente sind zwar bestellt, treffen aber erst in zwei Wochen in Bremgarten ein.

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