Wohlen
Hilfsgütertransport nach Osteuropa fällt ins Wasser – Wohler Gruppe trotz Absage zuversichtlich

Die Coronasituation in Osteuropa bereitet der Wohler Gruppe «Judo goes Orient» Probleme. Geplant war eigentlich ein Hilfsgütertransport nach Rumänien und Bulgarien, nachdem zuvor für zwei Waisenhäuser gesammelt wurde. Nun setzt das Rallye-Team auf das kommende Jahr.

Verena Schmidtke
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Das Judo goes Orient-Team in Wohlen. Von links: Roger Hofer, Philipp Schmid, Joél Berger, Yanik Wechsler, Andreas Schmid und Lukas Küchler.

Das Judo goes Orient-Team in Wohlen. Von links: Roger Hofer, Philipp Schmid, Joél Berger, Yanik Wechsler, Andreas Schmid und Lukas Küchler.

Verena Schmidtke

Bedrückt wirken die sechs Mitglieder der Gruppe «Judo goes Orient», als sie mitteilen, dass am Mittwoch beschlossen wurde, nicht wie geplant am Wochenende von Wohlen Richtung Rumänien und Bulgarien abzufahren. Dort hätten sie zwei Waisenhäuser mit gut drei Tonnen Hilfsgütern versorgt.

«Die Einreise dort wäre unproblematisch, aber in Ungarn müssten wir vermutlich für 14 Tage in Quarantäne», führt Andreas Schmid dazu aus, «das ist zu heikel.» Zudem steigen die Coronainfektionen in den beiden Zielländern momentan wieder an. Alles sei vorbereitet gewesen, die Route geplant, drei Anhänger beladen und die drei Autos startklar gemacht.

STV Besenbüren als Sponsor für Transportbus

Schmid dazu: «Für die Waisenhäuser haben wir in den letzten Monaten Kleidung, Spielsachen, Lernmaterial und Lebensmittel gesammelt.» Lebensmittel auch deshalb, weil jenes in Rumänien eine Suppenküche mit Lieferdienst betreibe. Dafür habe man im Winter den STV Besenbüren als Sponsor für einen neuen Transportbus gewinnen können.

«Für diesen Bus wollten wir nun die Aufkleber mitnehmen und Fotos machen», bedauert das Team auch dieses verschobene Vorhaben. Es sei Ziel, den Kindern in den Waisenhäusern mit den Hilfsgütern eine Freude zu bereiten und ein Lachen in die Gesichter zu zaubern.

«Wir hoffen nun auf den Start der karitativen Europa Orient Rallye im Mai 2021, sie beginnt in Deutschland, Ziel ist Jordanien», betonen die Mitglieder. Diese musste wegen der Coronakrise auch auf kommendes Jahr verlegt werden. Bis dahin werden die Hilfsgüter im Stützpunkt des Rallye-Teams gelagert. Im dortigen Garten habe der Pflaumenbaum so viele Früchte getragen, dass die Gruppe daraus viele Gläser Konfi kochte. Diese kann für den guten Zweck im Webshop von «Judo goes Orient» erworben werden. Informationen gibt es auf www.judogoesorient.ch.