Hilfikon
Am besten keine «Füsse» kassieren: Der anspruchsvolle Tanz mit den Motorrädern beim Trial

Bereits zum 15. Mal fand ein Trial-Meisterschaftslauf auf dem Clubgelände des MSC Wohlen statt. Einmal im Jahr führt die Motocross-Strecke durch die Grube, am vergangenen Wochenende ging es aber nicht um Geschwindigkeit, sondern um Geschicklichkeit.

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Simon Büchler unterwegs auf dem anspruchsvollen Parcours in Hilfikon.

Simon Büchler unterwegs auf dem anspruchsvollen Parcours in Hilfikon.

Denise Culetto

Mit den Lockerungen des Bundes per Anfang Juni war es auch wieder möglich, ein Trial zu veranstalten. Normalerweise wird die Meisterschaft in einem Tag durchgeführt, wegen der geltenden Regeln mit Gruppengrössen von maximal 50 Wettkampfteilnehmern wurde das Trial des MSC Wohlen in Hilfikon am vergangenen Wochenende auf zwei Tage ausgeweitet.

Am Samstag sorgte durchzogenes Wetter für einige «Füsse» – im Trial werden die Anzahl der Bodenberührungen durch die Füsse innerhalb einer Sektion als Strafpunkte gezählt. Mit den gewittrigen Regengüssen wurde das Ganze teilweise rutschig, was aber auch zur Spannung beigetragen hat.

Im Freiamt sind einige sehr erfolgreiche Trialisten zu Hause, sie sind auch Mitglied im organisierenden MSC Wohlen. Die Familie Weber aus Zufikon zum Beispiel; mehrfache Schweizer Meister und auch am Trial in Hilfikon erfolgreich. Oder der OK-Präsident des Motocross Wohlen, Ueli Hilfiker und sein Sohn Mathias, beide in Boswil zu Hause. Auch Simon Büchler aus Besenbüren hat das Trialvirus gepackt.

Christian Weber im Einsatz auf dem Motorrad – er wurde Sechster in der Kategorie Fortgeschrittene.

Christian Weber im Einsatz auf dem Motorrad – er wurde Sechster in der Kategorie Fortgeschrittene.

Denise Culetto

Mit drei «Füssen» auf Rang 2 gefahren

Sowohl Büchler als auch Hilfikers standen am Samstag am Start – und dies äusserst erfolgreich. Simon Büchler fuhr mit nur drei «Füssen» (Punkten) auf Rang 2 in der Nachwuchs-Klasse, dicht gefolgt von Mathias Hilfiker mit sechs Strafpunkten. Zum Vergleich: Der Letzte dieser Nachwuchs-Klasse holte sich 128 Punkte in den 8 Sektionen, die man viermal durchfahren musste. Eine Topleistung der beiden Freiämter. Motocross-OK-Präsident Ueli Hilfiker klassiert sich auf dem 11. Rang mit 22 Punkten.

Am Sonntag dann waren die Verhältnisse weitaus trockener, am Morgen jedoch noch matschig. Christian, Charly und Werner Weber standen alle am Sonntag im Einsatz. Christian ist der Neffe der beiden anderen Webers und dementsprechend der Jüngste der drei. Er fuhr auf den 6. Rang in der Kategorie Fortgeschrittene, unmittelbar hinter der Spitze. Charly Weber fuhr ebenfalls in dieser Klasse, musste aber früh aufgeben.

Keiner zu klein: Der Sohn von Christian Weber ist auch als Fan dabei.

Keiner zu klein: Der Sohn von Christian Weber ist auch als Fan dabei.

Denise Culetto

Der Überflieger war aber Werner Weber. Er startete in der Kategorie Twinshock, das sind ältere Motorräder mit zwei Federbeinen. In der schwierigen Spur für die Twinshock-Experten holte er sich mit sechs «Füssen» den Sieg bei den Lizenzierten dieser Klasse.

Die Freude, dass in diesem Rahmen wieder ein Wettkampf möglich ist, war allen Teilnehmern spürbar anzusehen. Weder der Regen noch irgendwelche Ausrutscher vermochten der guten Stimmung zu schaden. Ein bisschen Normalität kehrte zurück, was sowohl die Fahrer wie auch die Zuschauer sehr zu schätzen wussten. (az)