Muri
Hightech ist auch vor der Haustür zu haben

Ungewöhnliche Idee der Murianer Industriellen: Im «Ochsen» haben sie gestern eine Tischmesse veranstaltet, um sich gegenseitig besser kennen zu lernen.

Eddy Schambron
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Robert Barrer, Präsident der Industrievereinigung Muri, freute sich über die Präsentation von 26 Industriebetrieben. ES

Robert Barrer, Präsident der Industrievereinigung Muri, freute sich über die Präsentation von 26 Industriebetrieben. ES

Von den 29 Mitgliedern der Industrievereinigung Muri (IVM) haben 26 einen kleinen Stand aufgebaut und gezeigt, was sie anbieten und zu welchen Leistungen sie fähig sind. Es ist das erste Mal, dass die seit 1979 bestehende Vereinigung einen solchen Anlass durchführte.

Weshalb irgendwo ein Teil oder eine Dienstleistung auswärts einkaufen, wenn man sie sozusagen vor der Haustür haben kann?

Dafür muss man aber wissen, was vor der Haustür angeboten wird. «Da mangelt es uns manchmal etwas», räumte Robert Barrer, Präsident der Industrievereinigung Muri, ein.

Deshalb kam die Idee auf, sich gegenseitig einmal zu zeigen, wer was «auf dem Kasten» hat. Einfach und effizient sollte die Sache sein - und geboren war die Idee der sogenannten Tischmesse im Saal des Hotel Ochsen.

Es wurde eine kleine, aber vielfältige und durchaus sehenswerte Schau. Und das Fazit: Auch Industrielle erhalten vieles in Muri und müssen nicht unbedingt Zulieferer von weit her anfragen.

Die ganze Bandbreite

Ein Beispiel ist die Plate Mate AG von Jakob Huwyler, die schon zahlreiche auch lokale Unternehmen mit Büromöbeln und Arbeitsplätzen ausgerüstete hat. Huwyler zog seine Kollegen von andern Unternehmen an seinen Ministand, um mit Engagement darzustellen, weshalb beispielsweise ein Stehpult besser ist als eine fixe Arbeitsplatte und weshalb ein guter Bürostuhl alle möglichen Sitzpositionen zulässt.

Oder die Robert Wild AG: Welches Unternehmen braucht nicht irgendwann eine Informationstafel oder ein Beschriftungsschild? Peter Birrer von der Kistenfabrik Merenschwand kam buchstäblich ins Feuer, als er von seiner Holzschnitzelheizung berichtete.

Und Stefan Schimon, CEO der Antrimon AG, zeigte sich beeindruckt, wie viel Hightech da auf kleinstem Platz zusammen kam.

2000 Arbeitsplätze

Tatsächlich bieten die 29 der Industrievereinigung Muri angeschlossenen Unternehmen nicht nur eine hohe Qualität, sondern auch rund 2000 Arbeitsplätze, wie Barrer erklärte.

Ursprünglich wurde die Vereinigung gegründet, um sich gegen die Abwerbung von Arbeitskräften zu wehren.

«In Zürich zahlten sie bessere Löhne und suchten Arbeitskräfte im Freiamt», erklärte Barrer. Auch in Muri wurde untereinander mit «50 Rappen mehr Stundenlohn» um Arbeitskräfte gebuhlt.

Heute pflegt die Vereinigung jeweils an zwei Meetings pro Jahr vor allem den Gedankenaustausch untereinander.

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