Innovative Bauern

Hier wohnen die Schweine im luxuriösen Hightechstall

Peter Anderhub mit Ehefrau Gabi, den Kindern Jana und Daniel und Ferkeln vor dem neuen Stall.

Peter Anderhub mit Ehefrau Gabi, den Kindern Jana und Daniel und Ferkeln vor dem neuen Stall.

Landwirt Peter Anderhub aus Muri konzipierte einen Hightechstall für über 140 Schweine. Er selbst entwickelte die Innovationen, die seinen Schweinen ein behaglicheres Leben bescheren. Sein Wissen ist nun gefragt, er gibt es gerne weiter.

Der 24. Oktober 2011 war für Peter Anderhub einer seiner grössten Tage in seinem Leben: Er zügelte seine Schweine in den neuen Hightechstall, der nach den Richtlinien von Coop Naturafarm geführt wird. Zehn Jahre musste er sich gedulden, bis er die Bewilligung in den Händen hielt. Das Ausharren hat sich für den Landwirten gelohnt: «Die Arbeitsabläufe sind rationeller geworden, die Tiere fühlen sich wohler. Seit ich hier bin, stieg die Leistungen der Tiere ohne Mehraufwand.» 140 Zuchtsäue mit ihren Jungtieren und zwei Eber versorgt der Bauer alleine.

In Anderhubs Schweinestall ist alles bis aufs Letzte durchgedacht. Er selbst entwickelte die technischen Innovationen. Das Lüftungskonzept sorgt für ein optimales Stallklima, dank guter Isolation kann der Energiebedarf niedrig gehalten und für die Ställe unterschiedliche Wärmezonen geschaffen werden. Die Schweine leben beinahe luxuriös. Sie bestimmen, wann sie ihre Futterration essen wollen, sie schlafen auf hohem Stroh und sie bewegen sich frei. «Schweine sind sehr sauber, dafür muss man ihnen aber ein entsprechendes Umfeld schaffen», sagt der Bauer. Weil Peter Anderhub ein Perfektionist ist, achtete er beim Stallbau auf viele kleine Details. Die Türchen zu den Buchten etwa wurden so ausgerichtet, dass sie offen bleiben und ihn in seiner Arbeit nicht behindern. Im Sommer finden die Schweine unter Haselnusssträuchern Schatten und kommen in den Genuss einer Dusche

Der Bauer öffnet seinen Hightechstall gerne: Er führt Besichtigungen durch und gibt sein Wissen an Fachleute weiter. Nach dem Motto: «Miteinander statt gegeneinander. Das gibt die besten Lösungen.»

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