Muri

Heizöl verbrennen war gestern

Die Preisträgerfamilien Annemarie und Ruedi Halter mit Giulia (links) sowie Peter und Gabi Anderhub mit Daniel und Jana, eingerahmt von Vizeammann Milly Stöckli und Stefan Staubli, Präsident Muri Energie Forum. Eddy Schambron

Die Preisträgerfamilien Annemarie und Ruedi Halter mit Giulia (links) sowie Peter und Gabi Anderhub mit Daniel und Jana, eingerahmt von Vizeammann Milly Stöckli und Stefan Staubli, Präsident Muri Energie Forum. Eddy Schambron

Energiepreis geht an einen Neubau und die Sanierung eines 44-jährigen Hauses

Das eine Haus ist neu, das andere 44-jährig. Beide haben gemeinsam, dass sie in Muri stehen und bezüglich Energie auf dem neusten Stand sind. Der Energiepreis Muri, vergeben von Muri Energie Forum und der Gemeinde, geht dieses Jahr an Gabi und Peter Anderhub sowie an Ruedi und Annemarie Halter. «Die ausgezeichneten Projekte oder Massnahmen sollen Vorbildwirkung haben und allenfalls auch andere Energiekonsumenten und in diesem Fall Bauherrschaften zur Nachahmung animieren», unterstrich Stefan Staubli, Präsident Muri Energie Forum, an der Preisverleihung. Die Jury, in der der Gemeinderat, der Gewerbeverein Muri, die Fachkommissionen Bau und Planung sowie Energie, Umwelt und Mobilität und das Muri Energie Forum vertreten sind, konnte aus mehreren eingereichten Projekten auswählen.

Strom vom Dach

Das Wohnhaus von Gabi und Peter Anderhub in der Langenmatt ist 44-jährig. Jährlich wurden für Heizung und Warmwasser 4000 Liter Heizöl verbrannt. Das ist vorbei: Das Haus erhielt eine Wärmedämmung nach Minergie A-Standard mit Komfortlüftung sowie eine sogenannte Indach-Photovoltaikanlage auf dem Dach. Mit dieser Anlage, die eine Spitzenleistung von 24,4 Kilowatt erbringt, wird das Haus zu rund 60 Prozent energieautark. «Die Familie Anderhub hat gezeigt, was möglich ist, wenn es um die Sanierung eines Wohngebäudes geht», hält Staubli fest. Die Investitionskosten würden sich in einem tragbaren Rahmen halten und dank der langfristig tiefen Betriebskosten falle die Gesamtbetrachtung auch aus wirtschaftlicher Sicht positiv aus. Davon ist Peter Anderhub überzeugt: «Längerfristig zahlt sich die Sanierung aus.»

Von Grund auf neu ist das Zweifamilienhaus von Ruedi und Annemarie Halter. Mit Holz als Baustoff, Indach-Photovoltaikanlage, kontrollierter Wohnungslüftung und Wärmepumpe sei das Haus wärmetechnisch praktisch zu 100 Prozent unabhängig. Der Neubau wurde nach dem anspruchsvollen Minergie P-Label erstellt. Selbst das Regenwasser wird genutzt, wie Ruedi Halter ausführte. «Holz als Baustoff ist auch ideal, weil es ein gutes Raumklima ermöglicht.»

Vorbildliches Handeln

Der Energiepreis Muri 2017 würdigt zwei erfolgreich und nachhaltig umgesetzte Bauprojekte, die zeigen, dass der Gebäudepark der Schweiz gemäss Energiestrategie erneuert werden kann. Für den Preis infrage kommen können aber auch andere Ideen und Projekte. Mit der Auszeichnung sollen besonders gute, nachahmenswerte und erfolgreiche Projekte ausgezeichnet werden. Dabei werden Kriterien wie Effizienzsteigerung, Energieeinsparung sowie Produktion und Anwendung von erneuerbaren Energien beurteilt. Es können unter anderem Objekte aus den Bereichen Wohnbauten, Industriebauten, Prozesstechnik, Mobilitätsmanagement und Energieproduktionsanlagen ausgezeichnet werden. Der nachhaltige Umgang mit den Ressourcen steht dabei im Vordergrund.

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