Nichts mehr deutet darauf hin, dass am Samstag mehrere hundert Liter Heizöl in die Bünz sickerten: Der Ölfilm wurde abgeschöpft, die Sperre wieder entfernt. Auch die kantonale Abteilung für Umwelt gab am Montag Entwarnung: Tiere und Pflanzen kamen durch den Unfall nicht zu Schaden.

Arthur Dätwiler, Fischerei-Pächter der Bünz, sorgt sich trotzdem – und hält die Einschätzung des Kantons für verfrüht. «Der Fischlaich ist momentan im Kies im Flussbett vergraben. In dieser Zeit sollte er sauber sein und sobald er kontaminiert wird zum Beispiel mit Öl würde er kaputt gehen», sagt er gegenüber Tele M1. Dies könne allerdings erst in einem halben Jahr festgestellt werden, wenn die Jungfische geschlüpft seien. 

Dätwiler ist aber auch erleichtert, dass der Unfall nicht ein grosses Fischsterben wie 1997 verursachte. Damals flossen Giftstoffe über das Abwasser der Kläranlage Wohlen in den Fluss. 

Missglückte Heizöllieferung: Hunderte Liter in Bünz geflossen

Missglückte Heizöllieferung: Hunderte Liter in Bünz geflossen (12. Januar 2019)

Weil der Lieferant in Dottikon den Tank überfüllte, gelangte eine grosse Menge in die Bünz. Mit kiloweise Ölbinder versuchte die Feuerwehr daraufhin, die Flüssigkeit daraus zu entfernen.