Ringerstaffel Freiamt

Heimsieg gegen Meister Kriessern: Die Freiämter Ringer melden Final-Ambitionen an

Saya Brunner (rechts) fegte Dario Obrist von der Matte. Bild: wr

Saya Brunner (rechts) fegte Dario Obrist von der Matte. Bild: wr

Die Freiämter Ringer haben sich dank dem 21:17-Sieg gegen Kriessern definitiv für den Halbfinal qualifiziert.

Die einwöchige Verschnaufpause hat den Freiämter Ringern gutgetan. Mit einem 21:17-Sieg in Muri gegen Meister Kriessern qualifizierten sie sich in der achten von zehn Qualifikationsrunden definitiv für den Halbfinal.

Kriesserns Trainer Hugo Dietsche nahm beim Stande von 5:14 gegen sein Team zur Pause die Aufstellung zur Hand und erstellte eine Hochrechnung. «Wir haben noch nicht verloren», übte er sich darauf in positivem Denken. Prompt gelang in der zweiten Hälfte Dominik Laritz der Exploit des Abends. Dank mehrerer umstrittener Wertungen besiegte er Freiamts Teamstütze Randy Vock bis 70 kg Freistil 8:2.

Der ehemalige Nationaltrainer Ludwig Küng ärgerte sich grün und blau und scholt den Kampfrichter später mit klaren Worten. «Für nichts erhielt Laritz in der ersten halben Minute vier Punkte. Das entschied den Kampf.», ereiferte sich Küng.

Weil Freiamt nebst verletzungsbedingten Ausfällen wieder einmal auf die Weinfelder Doppellizenzringer Yves Müllhaupt und Jeremy Vollenweider verzichten musste, kam Reto Stadelmann bis 79 kg Greco zu seinem Saisoneinstand. Cheftrainer Marcel Leutert bewies damit ein gutes Näschen. Routinier Stadelmann hielt den jungen Andreas Bleiker mit Ruhe und Übersicht auf Distanz. 70 Sekunden vor Ablauf der Kampfzeit gelangte er entscheidend in die Oberlage. Sein 3:1-Punktesieg entschied die Begegnung. Hugo Dietsches optimistische Rechnung ging nicht auf.

Schon der Auftakt war Freiamt vorzüglich gelungen. Trainer Leutert nützte die Schwäche des Meisters in den unteren Gewichtsklassen für Umstellungen. So rückte der 14-jährige Saya Brunner bis 57 kg Greco ins Team. Dieser dankte des Trainers Mut mit einem kecken Auftritt. Innert zweier Minuten stellte er seinen Gegner mit 16:0 Punkten von der Matte. «Saya ist ein Riesentalent», strahlte der Trainer. Dank zweier klarer Siege der Trainer-Söhne Nils und Nino sowie von Ringerschwinger Roman Zurfluh führte Freiamt zur Pause beruhigend hoch. Gleich nach der Pause entspannte Marc Weber mit seinem Kraftringerstil die Nerven der lautstarken 500 Zuschauer weiter. Er siegte 9:1, wobei er den Mannschaftspunkt erst in der allerletzten Sekunde abgab.

«Diesen Erfolg gegen ein Spitzenteam wollte ich unbedingt», freute sich Marcel Leutert schelmisch. Er habe bei der Aufstellung etwas gepokert und sechs Einzelsiege erwartet. Im Gegensatz zu Antipode Dietsche ging seine Rechnung auf. Nun will Freiamt am nächsten Samstag auch Einsiedeln auswärts schlagen. Dann wäre der angestrebte 3. Platz nach der Qualifikation gesichert.

Wolfgang Rytz

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