Niederwil/Stetten

Heimat für Frosch und Unke bei der Reussbrücke

Das neue Refugium für Amphibien bei der Reussbrücke im Gnadenthal.

Das neue Refugium für Amphibien bei der Reussbrücke im Gnadenthal.

Bei der Reussbrücke im Gnadenthal sind zwei seichte Gewässer mit flachen Ufern erstellt worden: Amphibien sollen sich dort ansiedeln.

Der Verkehr rollt seit rund einem Jahr zwischen Niederwil und Stetten über die neue Brücke im Gnadenthal. Jetzt sind als ökologischer Ausgleich zum Brückenneubau am rechten Reussufer zwei Tümpel angelegt worden. Sie befinden sich auf jenem Areal, das während den Bauarbeiten als Umschlagplatz diente.

Gewässer für Kleinlebewesen

Die beiden Gewässer sollen Kleinlebewesen anlocken. In erster Linie werden sie verschiedenen Amphibienarten als willkommenes Refugium und Laichgewässer dienen. Bei der Sektion Natur und Landschaft des Kantons ist man zuversichtlich, dass Laubfrösche und Gelbbauchunken die stehenden Gewässer schon bald besiedeln werden.

Nach der Inbetriebnahme des neuen Parkplatzes beim Restaurant Gnadenthal in diesem Frühsommer wurde auf der gegenüberliegenden Brückenseite der Rückbau des Hauptinstallationsplatzes abgeschlossen und der temporäre Ersatzparkplatz aufgehoben, um den Bau eines Retentionsfilterbeckens mit Unterhaltsweg und die Umsetzung der erwähnten ökologischen Ausgleichsmassnahmen zu ermöglichen. Von der Gnadenthalerstrasse her gibt es nun eine Zufahrt für den Unterhalt, bestehend aus einem 3 Meter breiten Mergelweg, der bis zur Versickerungsmulde führt, die eine Fläche von 12 Quadratmetern aufweist und einen halben Meter tief ist.

Kiesstreifen dient als Parkplatz

Die ursprüngliche Parkierungsmöglichkeit für Motorfahrzeuge auf der Kiesfläche entlang der Zufahrtsstrasse zur Wildenau auf der Stetter Seite ist inzwischen wieder hergestellt und zur Benutzung freigegeben worden; ein etwa 40 Meter langer Kiesstreifen wurde mit grossen Steinquadern als Parkplatz abgegrenzt.

Als Vorarbeit zum Bau des Biotops hatte der Forstbetrieb Reusstal in Stetten den angrenzenden Waldabschnitt am Reussufer durchforstet. Denn für die Ansiedlung von Pionierarten ist eine gute Besonnung der Tümpel entscheidend. Der während des Brückenbaus umgeleitete Wanderweg ist in seine ursprüngliche Lage zurückversetzt worden. Die Wiederaufforstung der nördlichen Uferpartie ist für diesen Herbst vorgesehen.

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