«Es hat fast wie am Schnürchen und verletzungsfrei geklappt», lautet das Fazit der Bauverantwortlichen zur soeben vollendeten Hauptsanierungsetappe der Eisenbahnbrücke Bremgarten. In aufwändiger Tages- und Nachtarbeit wurde das komplette «Dach» der Brücke - Gleistrog, Schotter, Gleise, Fahrleitungen - erneuert.

Der grosse Kran, der den Gleistrog aus 62 vorfabrizierten Betonelementen à 10 Tonnen auf die Flussverbindung hievte, wurde gestern wieder demontiert.

Busse nur noch in Randstunden

Die Züge der BD-Bahn können die Brücke inzwischen wieder befahren, der achttägige Ortsbusbetrieb wurde eingestellt. Weil oben auf der Flussverbindung noch einige Abschlussarbeiten auszuführen sind, könnten an Randstunden in den nächsten Tagen nochmals Busse als Bahnersatz zum Einsatz kommen.

Nun beginnt die Sanierung an den Pfeilern und Bögen der 99-jährigen Brücke. Diese Arbeiten dauern gut fünf Monate. Mitte November soll die rund 7 Mio. Fr. kostende Erneuerung vollendet sein.

Betonpfeiler nicht mehr dicht

Dass die 100-jährige Brücke eine Ausbesserung benötigt, war bereits vor drei Jahren klar. «Der Beton ist durch Kalkablagerungen nicht mehr dicht», erklärt Walter Oettli, Leiter Infrastruktur der BDWM Transport AG. «Wenn es regnet, tritt an den Pfeilern Wasser aus.»

Nach einer ersten Überprüfung 2008 und der Planungseingabe 2009 erteilte das Bundesamt für Verkehr letztes Jahr die Bewilligung zur Sanierung. Seit Februar deuteten die Gerüste auf den nahenden Baubeginn hin. (sl)