Abtwil
Häslisterben auf dem Abtwiler Gnadenhof hält an – weitere Munition entdeckt

Eine Woche nach der Festnahme vom Häslihof-Besitzer in Abtwil nimmt das Häslisterben seinen Lauf. Der Tierschutz versucht in Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt das Tiersterben einzudämmen. Für Erwin Kessler tut sich noch immer zu wenig.

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Vor rund einer Woche verhafteten die Behörden den Häsli-Gnadenhof-Besitzer verhaftet. Er soll gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz verstossen haben. Die Situation auf dem Häslihof spitzt sich zu. Immer mehr Tiere sterben, und wie der Beitrag von Tele M1 zeigt, finden Tierschützer auf dem Gelände noch weitere Munition.

Beni Strickler vom Tierschutz sagt während der Bergung eines toten Hasen: «Wir werden bei dieser Aufräumaktion noch einiges erleben.» Vielen Hasen geht es schlecht – sie leiden an einer Erkältung, was für sie lebensbedrohlich sein kann. «Täglich sterben derzeit zwei Häslein», berichtet Strickler. Der Tierschutz kommt deshalb jeden Tag vorbei, kontrolliert den Gesundheitszustand der Hasen und bringt akute Fälle zum Tierarzt. Gemeinsam mit dem Veterinärdienst werde eine noch bessere Lösung gesucht.

Für Erwin Kessler, der den Fall publik gemacht hat, geht es zu wenig schnell: «Das Veterinäramt sollte das Recht haben, Tiere in Not zu beschlagnahmen. Für mich sind es Warmduscher.»

Brisant: Gestern Sonntag fand jemand beim Ausmisten weitere Munition. Ware, die von Behörden unentdeckt blieb. «Wenn er entlassen wird und noch weitere Waffen versteckt hält, würde es richtig gefährlich», sorgt sich Erwin Kessler. Die Staatsanwaltschaft will sich momentan nicht weiter zum Fall äussern. (yas)