Er ist wohl der umstrittenste Tierschützer im Aargau: Peter Suter aus Kölliken, der schon mehrfach mit Initiativen versuchte, die Treibjagd zu verbieten. Als er und seine Mitstreiter vom Verein zum Schutz bedrohter Wildtiere vor sechs Jahren bei der Staatskanzlei die Unterschriften für ihre letzte Initiative einreichten, taten sie dies in Hasenkostümen. Seither ist der Tierschützer auch als «Hasen-Suter» bekannt.

Diesmal setzt sich Suter aber nicht für Hasen, Rehe oder Wildschweine, sondern für den Biber ein. «Wir haben erfahren, dass der Gemeinderat Rottenschwil ein Gesuch für die Entfernung
von Biberdämmen im Werdhölzlikanal eingereicht hat», schreibt Peter Suter in einem Brief an Regierungsrat Stephan Attiger.

Gegen diese Pläne wehrt sich der Tierschützer nun mit einer Einsprache, schliesslich handle es sich in Rottenschwil um ein Auenschutzgebiet von nationaler Bedeutung. «Wir sind der Meinung, dass der Schutz des Bibers deshalb eingeschlossen werden muss – wo sollen die Tiere sonst noch eine Heimat finden», fragt Suter.

Zudem gebe es an anderen Orten einen hohen Besucherdruck auf den Biber. Dieser gehe Störungen naturgemäss aus dem Weg und suche sich dann eben in kleineren Gewässern neuen Lebensraum.

Kritik von drei Organisationen

Suter ist nicht der Einzige, der sich gegen die Entfernung von Biberdämmen wehrt. Auch die Stiftung Reusstal und Pro Natura stehen dem Gesuch in Rottenschwil kritisch gegenüber. Über die Einsprachen muss nun das Bau- und Umweltdepartement entscheiden.

Die Gemeinde hat das Gesuch gestellt, weil der Biber mit dem Damm ein Waldstück unter Wasser gesetzt hat. Deshalb sei der Grundwasserspiegel dort höher als üblich und gewisse Baumarten würden absterben. Auch in Aarau Rohr und in Wohlenschwil gibt es Konflikte mit Biberdämmen und Gesuche, diese zu entfernen.