Merenschwand
Handwerker erneuern Wegkappelle – gratis

Die Dreifaltigkeitskapelle steht seit 1894 an der Himmelrychstrasse in Merenschwand. Nun ist sie teilrenoviert worden. Die Initiative kam von mehreren Privatpersonen, zwei Unternehmen lieferten das Material. Gekostet hat das keinen Rappen.

Eddy Schambron
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Kleinod am Strassenrand: Die Dreifaltigkeitskapelle an der Himmelrychstrasse in Merenschwand steht in neuem Glanz. ES

Kleinod am Strassenrand: Die Dreifaltigkeitskapelle an der Himmelrychstrasse in Merenschwand steht in neuem Glanz. ES

Eddy Schambron

Viel ist von der Wegkapelle an der Himmelrychstrasse in Merenschwand nicht bekannt. Die Dreifaltigkeitskapelle steht sei 1894 da, wie der Gemeinderat festhält. Speziell ist aber, was in den jüngsten Tagen geschah: Handwerker haben sie teilrenoviert, ohne dass die Kosten dafür verrechnet worden sind.

Die Kapelle wurde 1894 an die Himmelrychstrasse versetzt. «Wo sie vorher stand, weshalb sie dort weichen musste, wann sie ursprünglich erbaut wurde, wie sie damals aussah und wem sie gehörte, ist heute nicht mehr bekannt», schreibt der Gemeinderat.

Was man weiss: 1906 kaufte der damalige Merenschwander Pfarrer die Kapelle, veräusserte zwei darin stehende dreiteilige Figurengruppen, die sich vorher in der Pfarrkirche St. Vitus befunden haben müssen, dem Schweizerischen Landesmuseum und liess die Kapelle 1907 aus dem Erlös instand stellen, womit sie ihre heutige Gestalt erhielt.

Aus dem gleichen Jahr stammt auch ihre jetzige Ausstattung, namentlich das neugotische Retabel in Ädikulaform mit krabben- und fialenbesetztem Giebel. Irgendwann wurde die Wegkapelle zum Eigentum der Einwohnergemeinde Merenschwand.

Früher mit Spenden renoviert

Seit etlichen Jahren wird die Kapelle vom früheren gemeindlichen Bauamtschef, Josef Küng, betreut. Noch während seiner Amtszeit, Anfang der 1990er-Jahre, wurde sie unter seiner Leitung und mit Spendengeldern finanziert umfassend restauriert.

Im laufenden Jahr ist eine Teilrenovierung nötig geworden. Josef Küng, Freddy Keusch, Karl Pratter (alle Merenschwand) sowie Ernst Wyder (Sins) haben die nötigen Arbeiten auf eigene Initiative und unentgeltlich ausgeführt; die beiden Unternehmen Maler Pratter AG, Merenschwand, und Wyder AG, Sins, hatten das Material dazu geliefert, ohne Rechnung zu stellen.

Der Gemeinderat Merenschwand dankt ihnen allen für das Engagement zugunsten der Dreifaltigkeitskapelle, die jetzt in neuem Glanz erstrahlt.