Oberwil-Lieli

Halt!: Elterntaxis sollen künftig mit roten Linien gestoppt werden

«Achtung Kinder» signalisiert diese rote Linie vor der Schule.

«Achtung Kinder» signalisiert diese rote Linie vor der Schule.

Die Gemeinde führt beim Schulhaus Falter eine neue Signalisation ein, um die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg zu erhöhen.

Bis hierhin und nicht weiter. So die Botschaft der roten Linie auf der sanierten Zufahrtsstrasse zum Schulhaus Falter in Oberwil-Lieli. Unterstützt wird die rote Linie durch eine Verbotstafel, die gleich daneben steht.

Die neue Signalisation richtet sich an jene Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. Diese konnten bislang ihren Nachwuchs auf dem Platz vor dem Schulhaus ausladen und dann den Baum in der Mitte des Platzes als Kreisel nutzen. Nun müssen ihre Kinder wenige Meter vorher aussteigen. Die Elterntaxis können nun auf dem neu geschaffenen Parkplatz wenden, der bewusst auch dafür konzipiert wurde.

Wer trotzdem zum vorderen Parkplatz fahren muss, den warnt eine zweite, um einiges breitere rote Linie vor den vielen Schulkindern, die über den Platz laufen. «Ideal wäre es, wenn die Kinder den Platz entlang der roten Linie überqueren würden», sagt Gemeindeammann Ilias Läber. «Dass die Kinder sich daran halten, ist aber wohl eher schwierig», führt Läber fort und lacht.

Elterntaxis sollen Schul­kinder nicht gefährden

«Grundsätzlich ist der Gemeinderat der Ansicht, dass alle Kinder in Oberwil-Lieli den Schulweg zu Fuss zurücklegen können», sagt Gemeindeammann Läber. Die Schule sei so gelegen, dass die Distanz von überall in Oberwil-Lieli zumutbar sei. Doch wer seine Kinder mit dem Auto in die Schule fahren wolle, der soll das tun, so die Meinung des Gemeinderats.

Jedoch unter Einhaltung von Spielregeln, damit die Elterntaxis nicht zur Gefahr für andere Kinder werden. Die Einführung der neuen Signalisation habe man daher beschlossen, damit sich Elterntaxis und Schulkinder möglichst nicht in die Quere kommen. Zu Unfällen sei es bislang nicht gekommen, führt Läber weiter aus. Die Massnahme ist eine prophylaktische.

13 Prozent werden in die Schule gefahren

Elterntaxis sind nicht nur in Oberwil-Lieli ein Thema. Schweizweit setzen sich Schulen mit dieser Thematik auseinander. Gemäss einer Studie des Bundes zur Mobilität von Kindern und Jugendlichen werden in der Schweiz 13 Prozent der Kinder im Alter zwischen 6 und 7 Jahren mit dem Auto in die Schule gefahren.

Bei den 10- bis 12-Jährigen beträgt der Anteil noch 7 Prozent. Gemäss der Studie sind diese Werte in einkommensstarken Gemeinden grösser. Einen Unterschied zwischen Stadt und Land konnte die Studie nicht feststellen.

Autor

Fabio Vonarburg

Fabio Vonarburg

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