Rund 200 Hasen und Kaninchen tummeln sich mittlerweile auf dem «Häslihof» im Freiämter Abtwil. Für das Futter und den Unterhalt des Gnadenhofes kommt Ueli Bichsel zu einem grossen Teil selber auf, einen Teil kann er mit Spenden decken. Nur schon das Futter kostet jedes Jahr rund 30'000 Franken. 

Der finanzielle Druck wird für den 64-Jährigen immer grösser. Denn vor zwei Jahren musste er wegen einer Knie-Operation seine Arbeit aufgeben und lebt seither von seiner Rente. Seit einigen Tagen wird er jedoch von einer Welle der Solidarität überrollt: Insgesamt 450 Franken sind dabei seit Ostern zusammengekommen.

Grosse Solidarität für Hasen-Gnadenhof

Grosse Solidarität für Hasen-Gnadenhof

Ausgelöst hat dies ein Bericht des Regionalsenders «Tele M1». «Vorher kam eine ältere Frau mit dem Velo vorbei und spendete 50 Franken», erzählt Bichsel. Für den Abend hat sich jemand aus Muri angekündigt. Und vor einigen Tagen schenkten zwei Frauen einen Korb Salat. «Ich freue mich riesig darüber.» 

Auch der Tierschutz überlegt sich, den «Häslihof» mit jährlichen Beiträgen zu unterstützen. «Anfangs April kam jemand vom Tierschutz vorbei und kontrollierte den Hof», sagt Bichsel. «Es gab nichts zu beanstanden.» Nun hofft er auf einen positiven Entscheid. 

Der Hasen-Gnadenhof in Abtwil braucht Hilfe

Der Hasen-Gnadenhof in Abtwil braucht Hilfe

Die Tiere kommen vor allem aus Privathaushalten, welche die Tiere nicht mehr behalten können. Angefangen hat Bichsel vor sieben Jahren. Damals rettete er 28 Hasen, die misshandelt wurden. Auf seinem Gnadenhof erhielten sie ein neues Zuhause. Als er so klein begann, wusste er nicht, was für Ausmasse sein Projekt annehmen würde. Unterdessen hat er sich auch seine Pensionskasse auszahlen lassen, um den «Häslihof» zu finanzieren. 

Mehr Informationen zum «Häslihof» finden Sie hier.