Hägglingen

Hägglingen entscheidet über die Finanzspritze für den Wärmeverbund

Die Hägglinger stimmen heute unter anderem über den Beitritt zur Zivilschutzorganisation Wohlen sowie über die Sanierung des Primarschulhauses ab. th/archiv

Die Hägglinger stimmen heute unter anderem über den Beitritt zur Zivilschutzorganisation Wohlen sowie über die Sanierung des Primarschulhauses ab. th/archiv

Der Sanierungsbeitrag an den Wärmeverbund Zinsmatten wird mit 1,1 Millionen Franken das teuerste Projekt sein, über das die Hägglinger heute Abend an der Gemeindeversammlung abzustimmen haben. Aber auch andere Traktanden bieten Stoff für Diskussionen

Der Sanierungsbeitrag an den Wärmeverbund Zinsmatten wird mit 1,1 Millionen Franken das teuerste Projekt sein, über das die Hägglinger heute Abend abzustimmen haben. Der Eigenwirtschaftsbetrieb ist mit 1,3 Millionen Franken bei der Einwohnergemeinde verschuldet und wird langfristig auch nicht in der Lage sein, diese Verschuldung zu refinanzieren, wie der Gemeinderat mitteilt. Die Finanzspritze soll den Wärmeverbund nun «auf eine gesunde finanzielle Grundlage stellen», heisst es in der Einladung zur «Wintergmeind».

Schlechte Vorzeichen schon 2005

Der Gemeinderat hatte schon bei der Planung 2005 beantragt, auf den Bau der Holzschnitzelfeuerung im Gebiet Zinsmatten zu verzichten, weil die Planer festgestellt hatten, dass der Eigenwirtschaftsbetrieb nicht rentabel geführt werden könne. Doch das Stimmvolk lehnte diesen Antrag ab und die Anlage wurde gebaut. Seit Inbetriebnahme schloss der Betrieb jährlich mit einem Aufwandüberschuss ab. 2009 stellte das Gemeindeinspektorat des Kantons erstmals fest, dass die Anlage rechnerisch überschuldet ist. Der Gemeinderat versuchte darauf, den Wärmeverbund zu verkaufen, doch es fehlten annehmbare Angebote.

Der Gemeinderat beantragt, dass die Finanzspritze an eine Rückzahlungsverpflichtung geknüpft werden soll. Aufgrund dieser soll der Wärmeverbund künftig sein gesamtes Nettovermögen, das über 100000 Franken liegt, an die Einwohnergemeinde abtreten müssen. Dies allerdings nur, sofern keine Investitionsprojekte bzw. -notwendigkeiten für die bestehende Anlage vorliegen.

Wasser im Schulhauskeller

Weiter sollen die Hägglinger heute über die Aussen- und Kellersanierung des Primarschulhauses (Baujahr 1910) mit Kosten von 475000 Franken bestimmen. Es handelt sich dabei um die zweite Sanierungsetappe, die Renovation der Schulzimmer und des Treppenhauses war dringender und wurde deshalb bereits 2011 ausgeführt. Nun weisen die Kellerräume bereits zum wiederholten Mal Wasserschäden aufgrund von undichten Dachwasserschächten und Rohrleitungen sowie fehlenden Sickerleitungen auf. Kanalfernsehaufnahmen haben zudem gezeigt, dass eine Kanalisationsleitung ersetzt werden muss. Gleichzeitig soll der Gebäudesockel abgedichtet werden und im Keller sind Brandschutzmassnahmen sowie der Ersatz der Bodenbeläge geplant. Ebenfalls werden sanierungsbedürftige Belagsflächen um das Schulhaus instand gestellt.

Unveränderter Steuerfuss

Weiter sollen die Werkleitungen am Sonnenweg saniert werden: 320500 Franken sind für die Sanierung der Kanalisationsanlagen budgetiert, die Sanierung des Wasserleitungsnetzes soll 162500 Franken kosten. Ausserdem stimmen die Hägglinger über den Beitritt zur Zivilschutzorganisation (ZSO) und zum Regionalen Führungsorgan (RFO) Wohlen ab. Auch der Voranschlag 2013 mit einem unveränderten Steuerfuss von 95 Prozent sowie sechs Kreditabrechnungen sind traktandiert.

Die Einwohnergemeindeversammlung findet heute Donnerstag um 20.15 Uhr in der Mehrzweckhalle statt.

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