Zufikon
Gutes Resultat dank einem Steuerplus

Gemeindeammann und Leiter Finanzen sind mit der Rechnung zufrieden. Besonders dank gutem Steuerabschlussund tiefem Steuerausstand.

Dominic Kobelt
Drucken
Teilen

Dominic Kobelt

In Zufikon war für 2016 ein Minus von 942 000 Franken budgetiert – jetzt schliesst die Erfolgsrechnung mit einem Gewinn von über 103 000 Franken ab. Die Gemeinde kann bei den Einkommens- und Vermögenssteuern ein Plus von über 745 000 Franken verbuchen, mit den Aktien-, Quellen-, Grundstückgewinn-, Nachsteuern und Bussen resultieren 905 000 Franken oder 8,23 % mehr als im Budget veranschlagt. «Steuern sind immer schwierig zu budgetieren. Ohne diese Mehreinnahmen hätten wir praktisch eine Punktlandung hingelegt», zeigt sich Gemeindeammann Christian Baummann zufrieden.

Wenn es einen Wermutstropfen gibt, dann ist das der enge finanzielle Handlungsspielraum der Gemeinde. Hanspeter Füglistaler, Leiter Abteilung Finanzen, erklärt: «Das operative Ergebnis beläuft sich auf knapp 103 000 Franken. Das bedingt, dass wir langfristig planen. Der Umsatz beläuft sich auf über 18,4 Mio. Franken, was einem beachtlichen Unternehmen entspricht.» Positiv ist, dass der Steuerausstand nur gerade 2 % beträgt – das kantonale Mittel liegt bei 14 %.

Die Nettoinvestitionen schlagen mit 1,14 Mio. Franken zu Buche, rund 400 000 Franken weniger als vorgesehen. Wurden die Kosten zu hoch veranschlagt? «Die
geringeren Investitionen resultieren nicht daher, dass Projekte weit unter den prognostizieren Kosten abgeschlossen hätten – vielmehr haben sie sich verzögert, erklärt Füglistaller. So waren für die Infrastruktur der Tagesstrukturen 1,35 Mio. Franken geplant. Benötigt wurden 2016 lediglich 715 000 Franken, die Restkosten werden bei Vorliegen der Schlussabrechnung 2017 verbucht.

«Sozialhilfekosten explodieren»

Auf der Ausgabenseite macht der Gemeinde besonders der Bereich Sozialhilfe und Asylwesen zu schaffen. «Die Kosten sind explodiert. Im 2015 waren es 590 000 Franken, 2016 bereits 848 000 Franken», erklärt Baumann. In Zufikon lebten zur Zeit 54 Sozialhilfeempfänger, was nicht gerade wenige seien. Zudem hat die Gemeinde zur Zeit 19 Asylbewerber aufgenommen, vermutlich werden es im nächsten Jahr 21. «Solange wir Wohnraum haben, fällt das aber nicht so ins Gewicht. Zum Glück stellt uns die Bevölkerung diesen zur Verfügung – dafür sind wir sehr dankbar», sagt Baumann.

Welche Auswirkungen wird der neue Finanzausgleich auf die Gemeinde haben? «Genau wissen wir das natürlich noch nicht», sagt Baumann, «wir hoffen aber, dass wir etwas weniger in den Ausgleichstopf bezahlen müssen als bisher.» Dies vor allem, weil die Steuerkraft pro Kopf vergleichsweise tief sei.

Bald stehen im Gemeinderat Gesamterneuerungswahlen an. Baumann zieht Bilanz über die finanzielle Entwicklung in seiner bisherigen Amtszeit: «Am 31. Dezember 2009 hatten wir ein Nettovermögen von 2,9 Mio. Franken, Ende 2016 waren es 5 Mio. Franken. Das zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind», sagt Baumann und unterstreicht: «Das ist natürlich nicht mir zu verdanken, sondern dem gesamten Gemeinderat.»

Aktuelle Nachrichten