Wohlen

Gutes Jahr: Rechnung 2013 liegt 2 Millionen Franken über dem Budget

In Wohlen hat die Kasse 2013 schöner geklingelt als erwartet.

In Wohlen hat die Kasse 2013 schöner geklingelt als erwartet.

Der Aufwand geringer, der Steuerertrag höher – die Wohler Rechnung 2013 ist Anlass zur Freude. Das Resultat ist 2,1 Mio. Franken besser als der Voranschlag, dadurch sind auch die Abschreibungen höher als geplant.

Der Nettoaufwand 2013 der Gemeinde Wohlen liegt 3,9 % unter dem Budget, der Steuerertrag ist 2,1 % höher als erwartet. Statt 642 700 Franken konnten Abschreibungen in der Höhe von 2,7 Mio. Franken getätigt werden. «Dabei ist jedoch zu berücksichtigen», erklärt der Gemeinderat zur Jahresrechnung, dass dieses Resultat durch ausserordentliche Erträge von 1,24 Mio. Franken erreicht wurde.

Bei einem Umsatz von 70,5 Mio. Franken (2012: 66,4 Mio.) hat Wohlen einen Cashflow (Eigenfinanzierung, dient zur Finanzierung von Investitionen oder zum Schuldenabbau) von 2,7 Mio. Franken erarbeitet (Budget: 0,64 Mio.). Dadurch verbessert sich die Eigenfinanzierung im Verhältnis zum Steuerertrag auf 7,6 %, im Vorjahr lag sie bei 2.1 %).

Der Nettoaufwand betrug 32,9 Mio. Franken. Ausser der Sozialen Wohlfahrt liegen die Verwaltungsabteilungen im Rahmen des Budgets oder darunter. Wesentlich dazu beitragen haben Minderausgaben für Spitäler, Gemeindebeiträge öffentlicher Verkehr, die Bildung, Beitrag an Kind- & Erwachsenschutzdienst und tiefere Kosten beim Kapitaldienst. Für die Pflegefinanzierung und die Sozialhilfe sind höhere Aufwände entstanden. Markant übertroffen wurden die Erträge beim Betreibungsamt (mehr Gebühren) und bei den Sondersteuern (im Nettoaufwand enthalten), sowie durch Buchgewinn aus Landverkäufen.

Bei den Steuereinnahmen kann ein Plus von 726 454 Franken verbucht werden. Detailliert betrachtet sind die Einkommens- und Vermögenssteuern mit 115 650 Franken leicht unter Budget ausgefallen, mit 720 689 Franken liegen die Aktien- und mit 124 586 Franken die Quellensteuern über den Schätzungen.

Im Investitionsbereich stehen Ausgaben von 4,4 Mio. Franken Einnahmen von 2,65 Mio. Franken gegenüber, was einen Finanzierungsfehlbetrag von 1,75 Mio. Franken ergibt (inkl. Eigenwirtschaftsbetriebe). Konsolidiert weist die Rechnung bei einer Selbstfinanzierung von 3,6 Mio. Franken einen Finanzierungsüberschuss von 1,8 Mio. Franken aus. Nettoinvestitionen von 2,1 Mio. Franken steht eine Eigenfinanzierung von 2,7 Mio. Franken gegenüber, was zu einem Finanzierungsüberschuss von 0,6 Mio. Franken führt. Die Nettoschulden sind um 0,5 auf 3,3 Mio. Franken gestiegen. (az)

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