Bremgarten

Gute Erfahrungen mit Asylsuchenden – Sturm um Badiverbot hat sich gelegt

Aus dem Truppenlager auf dem Waffenplatzgelände in Bremgarten wurde ein Bundeszentrum für Asylbewerber.

Aus dem Truppenlager auf dem Waffenplatzgelände in Bremgarten wurde ein Bundeszentrum für Asylbewerber.

Das Badiverbot für die Asylbewerber in Bremgarten hat diesen Sommer landesweit für Schlagzeilen gesorgt. Gut drei Monate später zeigt sich: Alles in allem macht die Stadt gute Erfahrungen mit den Asylsuchenden.

Die Meldung löste ein regelrechtes Medien-Gewitter aus: In Bremgarten dürften die Asylbewerber, so die Auflage, nur in Begleitung und auf Voranmeldung das Schwimmbad besuchen.

Nach gut drei Monaten scheint sich die Aufregung gelegt zu haben. Bis jetzt habe alles mehr oder weniger gut geklappt mit den Asylsuchenden, von der Bevölkerung sei praktisch keine Kritik gekommen, sagt Stadtammann Raymond Tellenbach gegenüber dem Regionaljournal Aargau/Solothurn. Auch rund um die Schulhäuser sei es nicht zu Problemen gekommen. Zur Erinnerung: Dort gelten ebenfalls Zutrittsbeschränkungen.

Einen negativen Punkt erwähnt Tellenbach aber trotzdem: In den Einkaufszentren von Bremgarten hätten die Ladendiebstähle zugenommen. Ein Geschäftsführer eines Grossverteilers bestätigt diese Aussage, so das Regionaljournal weiter. Allerdings handle es sich um Kleinigkeiten – wie eine Dose Bier. Er wolle nichts dramatisieren.

Keine Reklamationen

Von den Ladendiebstählen gehört hat auch Marie-Eve Morf, die sich als Seelsorgerin der drei Landeskirchen um die Asylsuchenden kümmert. Ansonsten könne sie nur Positives berichten. Aus der Bevölkerung gebe es keine Reklamationen und die Rückmeldungen der Asylbewerber selber seien ebenfalls gut. Sie fühlten sich wohl in Bremgarten.

Derzeit leben 100 bis 150 Asylsuchende im Asylzentrum Bremgarten. Zur Verfügung stehen Plätze für insgesamt 150 Personen. (mhu)

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