Kommentar

Gut Ding will Weile haben

Toni Widmer über den Ausbau der Starkstromleitung Niederwil–Obfelden und warum das Projekt von anno 2006 heute nicht realisierbar ist.

Der Ausbau der Starkstromleitung Niederwil–Obfelden ist seit bald zehn Jahren ein Thema. 2006 sind – damals noch von der NOK – die ersten Pläne präsentiert worden. Nach dem vehementen Widerstand im Reusstal hat die Swissgrid ihre Pläne sechs Jahre später begraben und mit der Projektierung von Grund auf neu begonnen. Dieses Verfahren läuft seit Anfang Jahr, und mit der Festsetzung des Planungsgebietes ist ein erster, wichtiger Schritt gemacht.

Noch ist vieles offen, aber längst nicht mehr alles. Ein Projekt, wie es 2006 vorgestellt worden ist, scheint heute absolut ausgeschlossen. Immer möglicher scheint hingegen eine Erdverkabelung, wie dies der Verein Verträgliche Starkstromleitung Reusstal schon immer gefordert hat. Eine solche würde allerdings wohl kaum im Reusstal realisiert werden, weil die Topografie dafür dort nicht in allen Bereichen ideal ist.

Mit der Ausweitung des Planungsgebietes hat der Regierungsrat grünes Licht für die Option Bünztal/Oberfreiamt gegeben. Die allenfalls betroffenen Gemeinden freut das nicht. Doch sie signalisieren zumindest im Fall einer Erdverkabelung nicht grundsätzliche Ablehnung. Dafür gebührt ihnen Respekt.

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