Rudolfstetten
Gustav Roten verteidigt den umstrittenen Ritalin-Arzt Ingo Malm

«Wie ist es möglich, dass Ingo Malm rund 6000 Patienten hat, davon 4000 regelmässige, wenn er ein schlechter Arzt sein soll?», fragt Gustav Roten. Der pensionierte Rudolfstetter ist seit sechs Jahren Patient von «Ritalin-Arzt» Malm.

Fabian Hägler
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Daumen hoch für Ingo Malm: Gustav Roten setzt sich für den deutschen Arzt ein, der seit Monaten im Schussfeld der Kritik steht.

Daumen hoch für Ingo Malm: Gustav Roten setzt sich für den deutschen Arzt ein, der seit Monaten im Schussfeld der Kritik steht.

Fabian Hägler

Aussergewöhnlich hohe Rechnungen, angeblich nicht erbrachte Leistungen, eine tödliche Fehldiagnose, nicht bezahlte Mieten und AHV-Beiträge, Abgabe grosser Mengen Ritalin ohne Bewilligung, Vorstrafen in Deutschland - die Liste der Vorwürfe gegen Malm ist lang. Inzwischen wurde Malm aus dem Aargauischen Ärzteverband ausgeschlossen, die kantonalen Gesundheitsbehörden haben ihm die Berufsausübungsbewilligung entzogen und ein Konkursverfahren läuft.
«Ein hervorragender Arzt»

Praxismiete: Lösung für Malm zeichnet sich ab

Kürzlich berichtete Tele M1, dass Ingo Malm die Praxisräume auf dem Mutschellen gekündigt worden seien. Anwalt Michael Stalder, der die Vermieterin von Malm vertritt, sagte: «Man musste ihm dasMietverhältnis künden, weil er den Zins nicht bezahlen konnte.» Malm praktiziert aber weiter. «Die Praxis wird am gleichen Standort weiter betrieben, jedoch ist Herr Malm nicht mehr Mieter. Nachmieter ist ein Investor, der interessiert ist, die Praxis weiterzuführen» , sagte Stalder. Ingo Malm teilte über seinen Anwalt mit, dass das Mietverhältnis nicht gekündigt worden sei, sondern befristet weiterlaufe. Es sei noch unklar, ob er tatsächlich im März 2013 aus der Praxis raus müsse. Gustav Roten sagt: «Ich weiss, dass Verhandlungen laufen. Es sieht so aus, dass Herr Malm neue Praxisräume finden wird.» (fh)