Buttwil
Guggibad-Schwinget: Grosse Erwartungen an Döbeli-Brüder

Mit dem Guggibad-Schwinget am Sonntag, 24. April, wird die Aargauer Freiluftsaison lanciert. Der Anlass wurde aufgrund des schlechten Wetters um eine Woche verschoben. Die Erwartungen sind vor allem an die Döbeli-Brüder hoch.

Wolfgang Rytz
Drucken
Teilen
Auf dem Guggibad werden die Augen besonders auf den jungen Sarmenstorfer Lukas Döbeli (rechts) gerichtet sein, der im letzten Jahr beim Nachwuchs sämtliche Gegner besiegte.

Auf dem Guggibad werden die Augen besonders auf den jungen Sarmenstorfer Lukas Döbeli (rechts) gerichtet sein, der im letzten Jahr beim Nachwuchs sämtliche Gegner besiegte.

www.caspar.li

Am Donnerstagabend gaben die Organisatoren bekannt, dass der Guggibad-Schwinget aufgrund der Wetterprognose um eine Woche verschoben wird: Er findet am Sonntag, 24. April statt.

Nach dem letztjährigen Eidgenössischen Nachwuchs-Schwingertag in Aarburg sind die Freiämter Erwartungen gross. Das Sarmenstorfer Brüderpaar Döbeli sorgte landesweit für Aufsehen. Lukas dominierte den Jahrgang 2000, und Andreas stand beim Jahrgang 1998 ebenfalls im Schlussgang. Doch der Präsident des Schwingklubs Freiamt, Rolf Schmid, mahnt zur Geduld. «Lukas ist erst 16 Jahre. Obwohl er in den ersten Einsätzen bei den Aktiven gut geschwungen hat, setzen wir ihn nicht unter Druck, sondern geben ihm Zeit.»

Dasselbe gelte bei Andreas Döbeli. Dieser ist in der eidgenössischen Saison extrem motiviert, zog sich aber beim Gibel-Schwinget in Bonstetten eine leichte Verletzung zu. Sein Einsatz vor Heimpublikum auf dem Guggibad sollte aber nicht gefährdet sein.

Viele Ausfälle

Die jungen Freiämter Sägemehlathleten haben im Winterhalbjahr qualitativ und quantitativ gut trainiert. Sie schalteten am Sonntagmorgen sogar Sondereinheiten mit dem Freiämter Trainer-Urgestein Leonz Küng ein. Aber just zu Saisonbeginn sorgen Zwischenfälle für Absenzen. So muss Joel Strebel nach einer Fussgelenkverletzung für ein paar Wochen pausieren. Aus anderen Gründen sind zurzeit die Jungkranzer Jan Huber und Pascal Küng sowie Marco Küng nicht im Einsatz. Hingegen versucht Yanick Klausner trotz körperlicher Probleme, am Sonntag in die Zwilchhosen zu steigen.

Der Technische Leiter Josef Reichmuth rechnet mit zwölf Freiämtern im Guggibad-Sägemehl. Gute Chancen für eine vordere Platzierung räumt er Reto Leuthard ein. Der 191⁄2-jährige Merenschwander zeigte schon in den ersten Wettkämpfen des Jahres, dass seine starke Saison 2015 kein Zufall war.

Beflügelt tritt der frisch verheiratete Routinier Fabian Winiger an. Reichmuth glaubt zwar nicht, dass seine Leute um den Siegerpreis, das Braunviehrind «Sina», mitkämpfen werden. Aber er hat gesehen, dass Jungspund Lukas Döbeli bei den Aktiven schon im ersten Jahr eine gute Figur macht. Gut möglich, dass der Sarmenstorfer mit seiner Unbeschwertheit am Sonntag für die eine oder andere Überraschung sorgt. Das Anschwingen beginnt um 11.30 Uhr.

Kranzgewinne im Fokus

Am Auffahrtstag, 5. Mai, startet die Nordwestschweizer Kranzfestsaison. Auf diese fokussieren die jungen Freiämter. Während Lukas Döbeli primär seinen ersten Kranzgewinn anstrebt, liebäugeln Andreas Döbeli, Yanick Klausner und Joel Strebel mit der Qualifikation fürs «Eidgenössische».

Um am «Eidgenössischen» teilzunehmen, muss ein Schwinger im Verlauf der Saison mindestens zwei Kränze gewinnen – eine hohe Hürde. Umso wichtiger ist ein gutes Abschneiden auf dem Guggibad zur Stärkung des Selbstvertrauens.

Aktuelle Nachrichten