Mühlau

Günstiger und besser - Abwasser geht künftig nach Sins

Los gehts: Bei der ARA Mühlau gibt es ein neues Pumpwerk, welches das Abwasser nach Sins fördert.

Los gehts: Bei der ARA Mühlau gibt es ein neues Pumpwerk, welches das Abwasser nach Sins fördert.

In Sins ist die Abwasserreinigungsanlage Giessenmatt mit zwei neuen Becken vorbereitet, in Mühlau muss jetzt das Pumpwerk und die Transportleitung für das Abwasser in die ARA Sins gebaut werden. Gestern war dafür der Spatenstich.

Die Abwasserreinigungsanlage Mühlau, seit 1981 in Betrieb, vermag das anfallende Abwasser nicht mehr zu bewältigen. Der Anschluss der Gemeinde Mühlau an den Abwasserverband Sins-Auw-Abtwil wurde als günstiger und besser als die Sanierung und Modernisierung der eigenen Kläranlage beurteilt. Ein Anschluss in Merenschwand wurde auch diskutiert, wie Gemeinderat Martin Heller erinnerte, aber schliesslich verworfen.

Druckleitung nach Sins

Damit das Abwasser von Mühlau nach Sins gefördert werden kann, wird vor dem heutigen Betriebsgebäude der ARA Mühlau ein neues Pumpwerk erstellt. Das Abwasser wird von zwei Pumpen durch die 3,85 Kilometer lange Druckleitung nach Sins gefördert. Die Leitung erhält unterwegs 16 Kontrollschächte. Grosse Teile der Leitung werden im sogenannten Pflugverfahren verlegt, welches nur einen minimalen Eingriff in den Boden mit sich bringt.

Der Reusskanal und der Sembach werden mit dem Spülbohrverfahren unterquert. Im Bereich der bestehenden und geplanten Trinkwasserfassungen werden spezielle, doppelwandige Rohre verbaut. Das Projekt unterliegt strengen bodenkundlichen Auflagen. Die Leitung darf nur bei trockenem Boden verlegt werden, bei Niederschlägen müssen die Arbeiten unterbrochen werden. «Das macht die Planung etwas schwierig», wie Bauleiter Michael Hagenbach feststellt.

Gebäude der ARA werden als Lagerraum genutzt

Um das Pumpwerk bauen zu können, musste das bisherige Hebewerk bereits ausser Betrieb genommen werden. Das Abwasser wird während der Bauzeit ab dem letzten Kanalisationsschacht über den Reusskanal direkt in die ARA gepumpt. Nach Bauvollendung wird das Betriebsgebäude der heutigen ARA als Lagerraum für die Gemeinde genutzt. Die Becken werden zurückgebaut, sodass der Platz anderweitig genutzt werden kann.

Noch in einem «juristischen Prozess» ist das Regenrückhaltebecken in Mühlau, wie Heller ausführte. Sobald der genaue Standort geklärt ist, wird dieses die Anlage bei starkem Regen vor einem zu grossen Wasseranfall schützen.

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