Tägerig
Grüngutanlage in Tägerig stinkt bald nicht mehr

Den Stettern stinkts und auch in Niederwil und Tägerig sind die Geruchsimmissionen bekannt. Eine grosse Rottehalle soll die Geruchsprobleme lösen – das Baugesuch ist eingereicht.

Andrea Weibel
Drucken
Teilen
Die Biogasanlage und die Grüngutverwertung nahe dem Gnadenthal sollen bis nächsten Sommer nicht mehr stinken. aw

Die Biogasanlage und die Grüngutverwertung nahe dem Gnadenthal sollen bis nächsten Sommer nicht mehr stinken. aw

Den Stettern stinks gewaltig. So zumindest kann man die Stellungnahme des Gemeinderats in dessen Mitteilungsblatt von gestern Mittwoch deuten: «In letzter Zeit ist es immer wieder zu Geruchsimmissionen gekommen, die auch in Stetten wahrgenommen wurden», heisst es dort. «Diese stammen nach heutigem Erkenntnisstand von der Firma Hufschmid Grüngut-Verwertung GmbH.»

Die Grüngutverwertungsanlage steht auf der anderen Reussseite, genauer auf dem Gemeindegebiet von Tägerig. Direkt daneben, allerdings schon auf Niederwiler Boden, befindet sich eine Biogasanlage der Recycling Energie AG. Beide wurden vor rund eineinhalb Jahren in Betrieb genommen. Und beide haben zu Beginn durch Geruchsemissionen für Ärger gesorgt. «Die Biogasanlage läuft jetzt allerdings einwandfrei, die stinkt überhaupt nicht mehr», erklärte Guido Hufschmid, Inhaber der Hufschmid Grüngut-Verwertung GmbH. «Und wenn alles gut geht, wird ab nächstem Sommer auch die Grüngutverwertungsanlage keine üblen Gerüche mehr nach draussen lassen.» Dafür soll eine Rottehalle sorgen, die mit modernsten Luftfiltern jegliche Gerüche eliminiert. «Sie wird auf dem neuesten Stand der Technik und wir somit schweizweit führend sein», hält Hufschmid nicht ohne Stolz fest. «Das Baugesuch dafür haben wir bereits eingereicht. Es sollte ab Januar bei der Gemeinde Tägerig aufliegen.»

«An Verbesserung interessiert»

Auch in Niederwil und Tägerig sind die Geruchsimmissionen der Anlagen bestens bekannt. «Je nach Wind, Temperatur und so weiter hat man sie im vergangenen Sommer schon ziemlich stark riechen können», berichtet Rolf Meier, Gemeindeschreiber von Tägerig. Doch er und Christian Huber, Gemeindeschreiber von Niederwil, sind überzeugt von Hufschmids Argumenten. «Wir haben ein Gremium aus Gemeindevertretern und den Betriebsinhabern gegründet und überzeugen uns immer wieder selbst von den Anlagen. Die Betreiber sind interessiert daran, die Anlagen zu verbessern und die Gerüche damit zu eliminieren», sagt Meier.

Genaue Infos im Januar

In den nächsten fünf Monaten sollten die Anwohner sowieso nicht vom Gestank belästigt werden. «In den Wintermonaten haben wir kaum Probleme damit», so Hufschmid. Im Sommer hingegen schon: «Mit den Gerüchen haben alle Grüngutverwertungsanlagen zu kämpfen. Aber wir sind überzeugt, dass wir das Problem lösen können.» Genaueres möchte er noch nicht verraten. «Wir haben vor, die Bevölkerung Anfang Januar genau über das Bauvorhaben zu informieren. Allerdings möchten wir abwarten, bis das Baugesuch die Vorprüfungen durch die Bauverwaltung passiert hat», hält Hufschmid fest.

Aktuelle Nachrichten